Vorlesewettbewerb: Stechen bringt Entscheidung

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Fünf Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen hatten sich für den Schulentscheid im Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels qualifiziert. Nach einer Zusatzrunde siegte Feysa Demirtas (Mitte) vor Karina Schönwald (rechts).

Heusenstamm - Auf Betonung, Aussprache, Verständlichkeit, Lesetechnik und Textgestaltung kam es auch in diesem Jahr beim Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen an der Adolf-Reichwein-Schule an, der gestern vormittag über die Bühne ging. Von Peter Petrat

Beim Schulentscheid wurde derjenige Schüler oder diejenige Schülerin gesucht, der die Schule im kommenden Februar beim Kreisentscheid des vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstalteten Vorlesewettbewerbs vertritt und die im Publikum sitzenden Fünftklässler konnten schon einmal schauen, wo sie im nächsten Jahr vielleicht sitzen werden

Zuerst durften die fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich zuvor innerhalb ihrer Klassen qualifiziert hatten, einen selbst gewählten Text vorlesen. Mit Fleiß in der Vorbereitung konnte hier jeder sein Bestes zeigen.

Die Kinder entschieden sich dabei unter anderem für das Buch „Handyliebe“ von Bianca Hirte und einem Band aus den Geschichten der „Drei Fragezeichen“.

Schaurig wurde es dann beim lebhaften Vortrag aus dem Werk von R.L. Stine - „Die Wut der unheimlichen Puppe“.

Im zweiten Durchgang wurde die Aufgabe anspruchsvoller

Auch die Auswahl des gewählten Leseabschnittes wurde von Jury aus ehemaligen Deutschlehrern, Fachbereichsleitern und Buchhändlern bewertet, ebenso die kurze zusammenfassende Darstellung der Handlung.

Im zweiten Durchgang wurde die Aufgabe anspruchsvoller. Einen unbekannten Fremdtext galt es laut, verständlich und möglichst fehlerfrei vorzulesen.

Nacheinander trugen die Kinder jeweils den Abschnitt eines Märchens vor. Angefangen hatten sie bei der Erzählung „Der Hund und der Sperling“, die für den bösen Fuhrmann tragisch endete.

Das zweite Märchen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm war „Der Frieder und das Catherlieschen“. Besonders die altdeutschen Wörter stellten die Kinder vor echte Herausforderungen.

Während die Jury, bestehend aus Monika Küchler, Lieselotte Steinweg, Lilo Wagner, Ursula Helmrich und Marina Diehl, daraufhin tagte, ergriffen einige der zuhörenden Fünftklässler die Gelegenheit, auch einmal vor Publikum zu lesen.

Nachdem es ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab und am Ende zwei Teilnehmerinnen die exakt gleiche Punktzahl an Wertungspunkten erreicht hatte, musste eine Entscheidung her.

In der Zusatzrunde setzte sich dann die Schülerin Feysa Demirtas gegen Karina Schönwald durch, die vorher bei ihrem eigenen Text besonders durch sehr gute Betonung und wechselnde Stimmlagen auffiel. Aber auch José Afonso Lopes, Omaira Samadai und Vanessda Seferovic erhielten für ihre Leistungen Lob und Applaus und einen kleinen Buchgutschein.

Die Siegerin erhielt von der Buchhandlung „Das Buch“ ein Werk, dass für viele Stunden Lesespaß sorgen soll.

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