Waldjugend pflegt Naturschutzgebiet

Viel Arbeit am Goldberg

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Dietmar Tinat, Claudia Jäger und die Heusenstammer Waldjugend mit dem neuen Autoanhänger.

Heusenstamm - Die Ortsgruppe der Deutsche Waldjugend hat einen nagelneuen Pkw-Anhänger bekommen. Die Vorstellung vor der Kulisse des Sees am Goldberg verschwand aber fast aus dem Blickfeld der Beteiligten. Sie tauschten sich über die Geschichte des Heusenstammer Naturschutzgebiets aus.

Dietmar Tinat, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), fährt die Errungenschaft auf die Aussichtsplattform hinter der Schule am Goldberg. Mit einem Griff klappt er das Dach des Hängers nach oben und ermöglicht so den Einblick in den üppigen Laderaum. Noch riecht es fabrikfrisch. Aber das wird sich schon bald ändern, dann wird der Wagen vielleicht nach Harz und Laub duften!

Die Waldjugend braucht den Auto-Anhänger nämlich dringend für ihre vielfältigen Aktionen in der Natur. Am Goldberg stellten sich die jungen Naturschützer der Ersten Kreisbeigeordneten Claudia Jäger vor, die in ihrem Haus 1800 Euro für den Einachser locker gemacht hatte. Zwar verfügten die SDW und ihr Nachwuchs bis vor kurzem über einen Hänger. Doch der war nach 22 Jahren intensiver Nutzung nicht mehr verkehrssicher, berichtete Tinat.

Nun wird der Neue Sägen, Warnwesten, Zäune und Werkzeug zu den Einsatzorten in der weiten Gemarkung der Schlossstadt transportieren. „Damit wollen wir die Kinder und Jugendlichen, die sich ehrenamtlich für die Natur engagieren, unterstützen“, erläuterte Jäger.

Erst wenige Tage zuvor, schilderten Mitglieder der Jugendgruppe, hatten sie einen Zaun gegenüber der Goldbergschule von Wildwuchs befreit. So soll verhindert werden, dass Bäume und Sträucher in die Absperrung wachsen und diese zerstören. Daneben pflegen die Helfer den Magerrasen auf der Nordseite der Einrichtung, schneiden regelmäßig die Brutplätze von Wasservögeln sowie die Beobachtungsposten am Goldberg frei. „Auch Müll muss in dem Naturschutzgebiet leider immer wieder eingesammelt werden“, informierte Tinat und wies auf verbotene Ausflüge in die Idylle hin.

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Claudia Jäger wurde begleitet vom Leiter des Fachdienstes Umwelt beim Kreis, Jörg Nitsch. Naturschützer Nitsch, der bereits vor mehr als 30 Jahren an dem See aktiv war, erinnerte sich noch an die „Riviera des Kreises“, den großen Badestrand an dem Gewässer, an dem sich im Sommer junge Leute trafen. Auch eine Moto-Cross-Strecke gab es, Wettbewerbe mit Motorrädern wurden ausgetragen. Und die Rodgau Monotones gaben dort einst ein Freiluft-Konzert.

Seit vielen Jahren steht das Gelände unter Naturschutz. SDW und Waldjugend kontrollieren regelmäßig, dass niemand das Areal betritt. Der Erfolg: Kormorane, Schwäne und seltene Vogelarten brüten dort.

M.

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