Springfrösche in der Natur

Waldkindergarten der Awo startet Betrieb

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Eltern und Erzieherinnen mit Kindern bei der Eröffnung der Waldkita.

Heusenstamm - Sie hüpfen lustig durch den Wald, ein Quaken indes ist nur selten zu hören - eher schon fröhliches Kindergeschrei. Von heute an beleben „Die wilden Springfrösche“ Heusenstamms Wald. Von Claudia Bechthold 

Das sind zunächst acht Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren, betreut von drei Erzieherinnen. Es ist eine Kindertagesstätte im Freien, in der sich die Kleinen bei jedem Wetter ohne Spielzeug in der Natur aufhalten.

Betreiber ist die Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Oberts-hausen. Dort haben die Familien von Asha Scherbaum und von Gudrun Schröder im Jahr 2001 den ersten Waldkindergarten eröffnet. Inzwischen gibt es sechs Einrichtungen dieser Art, unter anderem auch in Mühlheim und Hanau. Das Konzept ist eigentlich einfach: Die Kinder verbringen den Tag draußen, vor allem im Wald, lernen, die Natur zu erkunden, aber auch zu verstehen. Sie sollen sich, so betonen es die Betreiber, gesund und kindgerecht entwickeln können. Dabei werden aber Bildungs- und Betreuungsaufgaben nicht außer Acht gelassen. Man orientiert sich an den Vorgaben der Hessischen Landesregierung.

„Wir freuen uns, dass es endlich losgehen kann“, sagt Asha Scherbaum zur Eröffnung der neuen Kita, die ihren Sammelplatz im Wald an der Frankfurter Straße am Spielplatz gegenüber der evangelischen Kirche hat. Dorthin werden die Kinder morgens um 8 Uhr gebracht, dort werden sie nachmittags um 14 Uhr auch wieder abgeholt. Und dort steht auch ein ausgedienter Bauwagen, der aufgearbeitet wurde, um ihn nun nutzen zu können. Er dient allerdings mehr als Treffpunkt denn als Unterkunft. Bei Gewitter oder Sturm können Kinder oder Erzieherinnen in der TSV-Halle an der Jahnstraße unterschlüpfen.

Noch schöner, als sie es sich vorgestellt habe, sei die neue Kita, sagt eine Mutter, deren Kind seit zwei Wochen am Probebetrieb der wilden Springfrösche teilnimmt. Bürgermeister Halil Öztas zeigt sich überzeugt, das Konzept der Einrichtung sei ein gesunder Ansatz für Kinder. Als Geschenk hat er ein transportables, frei aufstellbares Zeltdach dabei. Außerdem gibt es eine Hängematte als Geschenk, denn die Kinder sollen sich auch erholen dürfen. Und es gibt Greifzangen und Handschuhe, denn die Kinder begreifen sich auch als Waldputzer.

Kinder im Waldkindergarten jeden Tag draußen

Dank richtet Asha Scherbaum an das „tolle Team“, das in der Schlossstadt bei der Eröffnung des Waldkindergartens geholfen hat, neben dem Bürgermeister nennt sie vor allem Fachdienstleiterin Kerstin Stanek und Sachbearbeiterin Gundi Wilz. Spontan bietet Rudolf Fauerbach, direkter Nachbar, der sich auf den Kinderlärm freut, seine Unterstützung an, falls es an irgendetwas mangeln sollte. Bevor es Kuchen, kleine Snacks und Getränke gibt, wird noch das Lied der Waldkitas gesungen: „Ich liebe diese Erde, zu der ich wieder werde.“ Währenddessen spielen einige Kinder auf jenem Spielplatz, der Treffpunkt ist, es gibt Eis aus Sand für einige der Festgäste.

„Die wilden Springfrösche“ starten mit acht Kindern, noch sind Plätze frei. Allerdings gibt es schon 20 Anmeldungen bis zum Jahr 2019. Information erhalten Interessenten bei der Kindergartenleitung Asha Scherbach unter 0152/53196228 oder im Internet unter www.diewildenerdbaeren.de. Anmeldungen sind über die Webkita auf den Seiten der Stadt Heusenstamm (www.heusenstamm.de) möglich.

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