Warten auf neue Kita-Plätze

Geplante Einrichtung einer Kita an der Rudolf-Braas-Straße verzögert sich weiter

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Kindertagesstätte Symbolbild

Auf die erste zusätzliche neue Kindertagesstätte müssen Eltern in der Schlossstadt wohl noch länger warten als angekündigt.

Heusenstamm – Für Ende September, Anfang Oktober hatte Bürgermeister Halil Öztas die Fertigstellung der Einrichtung an der Rudolf-Braas-Straße im Juli angekündigt. Doch bislang ist auf dem Grundstück noch nichts passiert. Etwa 190 bis 200 Kinder bis zum Alter von sechs Jahren warten aktuell auf einen Betreuungsplatz.

Wie berichtet, hatte das Stadtparlament im April den Bau mehrerer Kitas beschlossen. So soll auf dem Areal an der Braas-Straße, das die Eigentümer der Stadt für fünf Jahre pachtfrei zur Verfügung stellen, eine Interims-Kita für voraussichtlich 74 Kinder – je zwei Gruppen U3 und Ü3 – in Modulbauweise errichtet werden.

Außerdem will man die städtische Kita in Rembrücken für eine Krabbelgruppe mit zwölf Kindern erweitern. Wie lange diese Baumaßnahme dauert, ist noch offen.

Als Dauerlösung haben die Parlamentarier zudem im April die Bebauung des südlichen Zipfels des Außengeländes am Schwimmbad beschlossen. Innerhalb von 14 Monaten sei es möglich, dort – ebenfalls in Modulbauweise – ein Gebäude für vier Gruppen entstehen zu lassen. Damit wäre dort ebenfalls Platz für 74 Kinder.

Eine Krabbelstube mit 24 Plätzen wird an der Philipp-Reis-Straße geplant. Und an der Herderstraße neben dem Horst-Schmidt-Haus haben die Bauarbeiten bereits begonnen für eine neue Kita, die für 99 Kinder, davon 24 unter drei Jahren, gedacht ist. Auftraggeber und Träger dieser Einrichtung ist die Arbeiterwohlfahrt. Die Fertigstellung wird für das Ende der Sommerferien 2020 angestrebt.

Damit könnte die Kita-Warteliste bis zum Ende des nächsten Jahres abgebaut werden. Insgesamt würden rund 280 Plätze entstehen.

Man sei mit der Kita an der Rudolf-Braas-Straße zeitlich etwas später dran als erhofft, räumt Bürgermeister Halil Öztas auf Anfrage ein. Die Container-Module für diese Einrichtung seien nach Abschluss der Ausschreibung bestellt. Man habe die vorgegebenen Fristen der Ausschreibung alle beachtet. Erledigt seien bereits die Vermessungsarbeiten auf dem Grundstück. Die notwendigen Vorarbeiten vor dem Aufstellen der Module seien „kein größerer Akt“. Auch die Innenausstattung sei in Arbeit. „Aber auch dieser Lieferant benötigt eine Vorlaufzeit.“

Schwieriger wird es allerdings, weitere Erzieherinnen zu gewinnen. Zwar ist für die neue Kita bereits eine Leiterin eingestellt, doch es gilt weitere Stellen zu besetzen. „Bewerbungsgespräche laufen bereits“, sagt Öztas. Auch Hospitationen seien vorgesehen. Dennoch sei es nicht so, dass „uns Erzieherinnen zu fliegen“. Wie schnell man die Stellen besetzen könne, davon hänge natürlich auch ab, wann man diese Kita mit wie vielen Plätzen tatsächlich eröffnen könne.

Im November werde es mit der Fertigstellung der neuen Kita sicher nicht mehr klappen, schätzt der Verwaltungschef. „Aber ich denke, noch im Dezember werden wir diese Einrichtung eröffnen können.“

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