Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen soll teurer werden

Zehn Prozent mehr für Kinder

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Heusenstamm - Auf höhere Gebühren müssen sich vom 1. März an alle Eltern einstellen, deren Kinder eine Kindertagesstätte in Heusenstamm besuchen. Von Claudia Bechthold 

Am kommenden Mittwoch wollen die Stadtverordneten eine Magistratsvorlage beschließen, mit der die Beiträge der Eltern in diesem Jahr um zehn Prozent steigen. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses haben den Antrag bereits mit nur wenigen Gegenstimmen akzeptiert.

Für Kinder unter drei Jahren hat das Stadtparlament eine Erhöhung in drei Schritten bereits im Herbst beschlossen. Danach werden die Gebühren jeweils in Jahresfrist dreimal um je zehn Prozent angehoben. Das gilt seit Oktober. Auf Anregung der FDP wird dies nun auch für Kinder zwischen drei und sechs Jahren nachgeholt. Diese Erhöhung soll vom 1. März an gelten, die beiden nächsten Schritte folgen zum 1. März 2015 und zum 1. März 2016. Die Mehreinnahmen in diesem Jahr werden auf 7500 Euro geschätzt.

Vorlage des Kindertagesstätten-Bedarfsplans

Anlass für die Initiative der Liberalen war die Vorlage des Kindertagesstätten-Bedarfsplans, der unter anderem die Kosten der Kinderbetreuung für die Stadt ausweist. Danach müssen im Haushalt der Stadt nur für die Kinderbetreuung 6,6 Millionen Euro veranschlagt werden. Die Eltern tragen davon bei Kindern unter drei Jahren einen Anteil von 17,7 Prozent selbst, bei den Drei- bis Sechsjährigen sogar nur 15,5 Prozent. Mit dieser Anhebung, so hatte der FDP-Stadtverordnete Uwe Klein argumentiert, gehe es eigentlich nur darum, den Anteil der Eltern nicht weiter sinken zu lassen.

Trotz der Anhebung sei die Gebührenstruktur in Heusenstamm sehr familienfreundlich, betonte Bürgermeister Peter Jakoby. Die Eltern hätten große Wahlmöglichkeiten. So könne die Betreuungszeit von 12.30 Uhr an in 30-Minuten-Schritten verlängert werden. Und auch die Staffelung der Gebühren nach der Zahl der Kinder komme den Eltern zugute. Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Lothar Fella bezeichnete die Kita-gebühren als fair.

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Nur Grüne und SPD stimmten bei der Abstimmung im Ausschuss gegen die Anhebung der Kita-Gebühren. Die Vorlage hat damit gute Chancen, am nächsten Mittwoch in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eine Mehrheit zu erhalten.

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