Stadtverordnete für Bebauung des Geländes

Zukunft des Pfarrheims St. Cäcilia: „Nur ein Schritt von vielen“

+
Direkt hinter dem Schiff der Cäcilia-Kirche soll ein Familienzentrum entstehen. Magistrat und Gemeinde prüfen nun, ob dies finanziell zu stemmen ist.

Heusenstamm - Die Zukunft des Pfarrheims St. Cäcilia war eines der Themen, die von den Stadtverordneten am Mittwochabend diskutiert wurden. Von Claudia Bechthold 

Es sei nur ein Zwischenschritt von vielen, die noch kommen müssten, betont Bürgermeister Halil Öztas immer wieder. Das städtebauliche Konzept für das Gelände des Pfarrheims St. Cäcilia im Alten Ort stand am Mittwochabend im Stadtparlament zur Abstimmung. Wie berichtet, geht es um die Idee, dort statt des nicht mehr nutzbaren „neuen“ Gebäudes sowie des alten Gebäudes ein Familienzentrum zu errichten. Der Frankfurter Architekt Marcus Schmitt hatte dazu im Auftrag der Kirchengemeinde eine Bebauungsstudie vorgelegt, wonach in mehreren kleineren Häusern, die miteinander verbunden sind, ein Gemeindezentrum inklusive Saal, ein Seniorentreff mit Beratungsbüro, Mittagstisch und kleinem Café, Räume zur Schulkindbetreuung sowie eine kleine Kita untergebracht werden könnten.

Wechsel in der CDU-Fraktion (von links): Erhard Waschk, bisher ohne Fraktion, ist dazugestoßen, und Heinz Dassinger hat sein Mandat an Daniel Strak abgegeben.

Diese Vorschläge seien in der Öffentlichkeit gut angekommen, berichtet Öztas weiter. Wenn das Stadtparlament dem städtebaulichen Vorschlag nun zustimme, werde damit aber nicht festgelegt, welche konkrete Nutzung damit verbunden sei. Dies müsse ebenso geprüft werden wie Auswirkungen auf die Verkehrssituation und die finanzielle Machbarkeit, versichert er. Für die CDU-Fraktion signalisiert deren Vorsitzender Paul Sassen Zustimmung, zumal es sich aus städtebaulicher Sicht um einen interessanten und guten Vorschlag handele. Allerdings legt Sassen Wert darauf, dass es nicht um den Garten am benachbarten Haus der Stadtgeschichte gehen dürfe, der erhalten bleiben müsse.

Rembrücken feiert auf der Kerb: Bilder

Aus diesem Grund hatten sich auch Roland Krebs und Peter Jakoby, beide Vorstandsmitglieder im Heimat- und Geschichtsverein, nach einer persönlichen Erklärung der Stimme enthalten. Der Vorschlag solle nun Grundlage sein für weiteres Vorgehen, meint Grünen-Fraktionschef Heiner Wilke-Zimmermann. Die Idee, dort auch eine Kita einzurichten, finde er grundsätzlich gut. Man könne aber nicht ausschließen, dass Teile des Gartens am Haus der Stadtgeschichte genutzt würden. Mit 27 Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen und einem Nein votieren die Stadtverordneten für die Vorlage.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare