„Zusammenspiel zwischen Können und Wollen“

Sängervereinigung bittet zum Konzert: Der neue Dirigent Jonathan Rascher überzeugt

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Gute Atmosphäre im Hinteren Schlösschen: Zu hören waren der Frauenchor Cantares, der gemischte Chor Vocabene und das eigenständige Ensemble „womensVoices“.

Chormusik mit beeindruckender Atmosphäre erlebten die Besucher des „Best-of PLUS“-Konzerts am Wochenende. Die Sängervereinigung hatte in den großen Saal des Hinteren Schlösschens eingeladen.

Heusenstamm – Zu hören waren die beiden Chöre, der Frauenchor Cantares und der gemischte Chor Vocabene, zudem das eigenständige Ensemble „womensVoices“. Besonders im Fokus: der neue Dirigent Jonathan Rascher.

Sandra Horn, Vorsitzende der Sängervereinigung, begrüßte die zahlreich erschienen Gäste. Den restlichen Abend führte ihre Mutter, Bärbel Horn, als Moderatorin durch den Abend. Michael Hittel begleitete das Konzert am Klavier. Die ersten musikalischen Höhepunkte hatten es dann auch direkt in sich. Mit „Africa“ von Toto entführte der Chor Vocabene die Zuhörer in eine wilde und exotische Welt, mit dem danach vorgetragenem Lied „Engel“ der Band Rammstein wurde es dann – zur Jahreszeit passend – dunkel und mystisch. Auch das „Ave Maria“ wurde dargeboten.

Das Ensemble „womensVoices“ trug unter anderem das Lied „When I’m Sixty-Four“ der Beatles und den oft gecoverten Song „You Raise Me Up“ vor. Zwei Sängerinnen fehlten dem Ensemble an diesem Abend. So wirkt eigentlich auch Vorsitzende Sandra Horn mit, sie hatte sich jedoch erkältet. „Es tut mir zwar weh, nicht mitsingen zu können, aber die anderen machen das super“, sagte sie.

Der Frauenchor Cantares überzeugte die Zuhörer mit den Liedern „Cover The World With Love“, „Wenn ich ein Vöglein wär“ und dem „Ave Maria der Berge“.

Heusenstamm: Neuer Dirigent mit einer Menge Energie

Jonathan Rascher, neuer Dirigent der beiden Chöre Vocabene und Cantares, ging mit einer Menge Energie voll in seiner Rolle auf. Der 21-Jährige stammt aus Bensheim und studiert an der Musikhochschule (HfMDK) in Frankfurt im fünften Semester. Schon in frühen Jahren war er sehr musikalisch. So lernte er bereits in der fünften Klasse Cello, davor schon das Klavierspielen. An der Hochschule dirigierte er dann zum ersten Mal einen Chor, dort noch in Zusammenarbeit mit einem Dozenten. „Danach habe ich mich hier in Heusenstamm beworben, die Arbeit im Chor hat mir einfach sehr großen Spaß gemacht“, betonte Rascher. Nun war es also sein erstes Konzert, das er eigenständig leitete. Rascher resümierte: „Die Aufregung war davor zwar da, aber als Musiker lernt man nach einiger Zeit auch, damit umzugehen.“

Ein aufwendiges Lichtsystem unterstützte die Atmosphäre immer mit den passenden visuellen Eindrücken. Das freute auch Bärbel Horn: „Mein Mann hat an dem System tagelang im Keller gesessen und gebastelt, aber ich denke, dieser Aufwand hat sich gelohnt.“ Nach dem Ende des Konzertes waren die Zuhörer begeistert und es brandete großer Applaus auf. Herbert Haussauer, dessen Frau auch in der Sängervereinigung aktiv ist, sagte: „Wenn Können und Wollen zusammenspielen, entsteht das Außergewöhnliche.“

Der nächste Auftritt lässt nicht lange auf sich warten: Am 20. Dezember findet – gemeinsam mit den Mainzer Hofsängern – das Weihnachtskonzert in der Kirche Maria Himmelskron statt. Sandra Horn betonte am Wochenende, dass nur noch rund 30 Karten verfügbar seien.

Von Vincent Dicke

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