Abschluss mit Auszeichnung

Jan Zwirner aus Langen ist Hessens bester Nachwuchs-Fachinformatiker

Der erfolgreiche Auszubildende Jan Zwirner (Zweiter von links) wurde von IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (links) und IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (Mitte) als Hessens bester Nachwuchs-Informatiker ausgezeichnet. Mit Zwirner freuen sich Advancis-Manager Andre Meiswinkel (Zweiter von rechts) sowie der Ausbildungsverantwortliche Kai Schulze.
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Der erfolgreiche Auszubildende Jan Zwirner (Zweiter von links) wurde von IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (links) und IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (Mitte) als Hessens bester Nachwuchs-Informatiker ausgezeichnet. Mit Zwirner freuen sich Advancis-Manager Andre Meiswinkel (Zweiter von rechts) sowie der Ausbildungsverantwortliche Kai Schulze.

Jan Zwirner hat es geschafft: Nach drei Jahren beendete der Langener im Sommer seine Ausbildung zum Fachinformatiker. Und das nicht irgendwie: Mit 94 von 100 möglichen Punkten wurde Zwirner Hessens bester Nachwuchs-Informatiker. Für seinen Fleiß zeichnete die IHK Offenbach Zwirner nun aus.

Langen – Ganz zufrieden ist Jan Zwirner nicht, als er die ersten Ergebnisse seiner Abschlussprüfung erhält: „Als ich meine schriftliche Note bekam, wusste ich nicht so recht, ob ich mich freuen sollte“, berichtet Zwirner. Knapp 90 Punkte sind nicht das, was sich der 31-jährige erhofft hatte. Doch als er die Noten aller fünf Prüfungsteile zusammenrechnet und sieht, mit welchem Ergebnis er seine Abschlussprüfung zum Fachinformatiker bestehen wird, „waren die verschenkten Punkte aus den erstem schriftlichen Teil schnell vergessen“.

Dass der heute 31-Jährige mal bester Azubi seines Jahrgangs werden würde, ist vor einigen Jahren noch nicht abzusehen. Mit Anfang 20 zieht der im baden-württembergischen Balingen geborene Zwirner nach Hessen, studiert Umwelttechnik in Rüsselsheim. Besonders glücklich macht ihn sein Studium aber nicht. 13 Semester hält er durch, dann bricht Zwirner ab, orientiert sich neu. Er bewirbt sich bei verschiedenen Firmen, kassiert Absagen – aber auch positive Reaktionen. Einer Firma hat Zwirners Bewerbung besonders gut gefallen. Dem Softwarehersteller Advancis Software & Services GmbH in Langen. Doch wieso bewirbt sich ein ehemaliger Umwelttechnik-Student für eine Ausbildung als Informatiker? Zwirner erläutert: „Ich hatte in meinem Studium ein oder zwei Vorlesungen, die Programmieren zum Thema hatten.“ Er habe sogar überlegt, erneut an die Universität zu gehen und Informatik zu studieren, sagt Zwirner. Diesen Gedanken verwirft der Langener aber wieder, denn er ist sich sicher, in Advancis den richtigen Arbeitgeber gefunden zu haben.

Seinen Ausbilder Kai Schulze überzeugt Zwirner vom ersten Tag an. „Ich kann über Jan nur Positives berichten“, versichert Schulze. So sei Zwirner im Umgang mit den Kunden so gut gewesen, dass er bereits nach einem halben Jahr Aufträge vor Ort erledigen durfte, berichtet er. „Normalerweise schicken wir unsere Auszubildenden erst nach einem Jahr zu unseren Kunden“, so der Ausbilder.

Doch nicht nur menschlich überzeugt Zwirner, auch seine Eigenmotivation imponiert Schulze: „Alles, was er noch nicht konnte, hat er in kürzester Zeit gelernt.“ So gleicht Zwirner sein fehlendes Informatikstudium mit Eifer und Wille aus und erledigt seine Aufgaben stets mit großer Sorgfalt.

Und die sind vielfältig: In seiner Ausbildung zum Fachinformatiker in der Fachrichtung Systemintegration lernt Zwirner alles über Sicherheitssysteme. So weiß der Langener, wie Software- und Betriebssysteme entwickelt werden oder Videoüberwachung funktioniert. „Die Ausbildung ist breit gefächert“, betont Zwirner und ist sich nach wenigen Wochen sicher: „Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort gelandet.“ Besonders die gute Arbeitsatmosphäre überzeugt ihn. Und auch, dass die Firma viele Experten habe, die sich um die Ausbildung des Nachwuchses kümmerten, bewertet Zwirner positiv. Mit seiner Ausbildung ist der Langener auch deshalb sehr zufrieden: „Die Firma hat mich immer motiviert und gepusht.“ Sein Ausbilder Kai Schulze habe ihn während der Lehrjahre nämlich nicht nur gefördert, sondern auch gefordert, betont der Langener. Diese Mischung sei der Grund für sein hervorragendes Prüfungsergebnis gewesen, versichert Zwirner. „Wenn jemand hinter dir steht, ist man eher bereit, volle Leistung zu bringen.“

Mit seiner Leistung überzeugt Jan Zwirner nicht nur die Prüfer der IHK Offenbach, die diese mit einer Urkunde und einem Scheck über 225 Euro auszeichnet, sondern auch seinen Arbeitgeber. Andre Meiswinkel, Manager im operativen Geschäft des Softwareherstellers, ist voll des Lobes für seinen Schützling: „Jan passt perfekt in die Advancis-Familie. Wir freuen uns darauf, ihn auf seinem weiteren Karriereweg zu begleiten, weiterhin zu fordern und zu fördern.“ Auch Zwirner freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. „Ich werde bei Advancis bleiben.“. Dort wird er zukünftig in der Analyse und im Service tätig sein. (Von Joshua Bär)

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