Abschluss mit Premiere

Letztes Gebäude der Langener Terrassen

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Um die Gebäudefront so kompakt wie möglich zu halten, sind die Balkone nicht als Nischen eingelassen, sondern außen an das Terrassen-Passivhaus angesetzt.

Langen - Das erste Mehrfamilien-Passivhaus in Langen steht kurz vor der Fertigstellung. Ein Teil der Bewohner ist schon eingezogen. Das Gebäude bildet zudem den Abschluss des Projekts „Langener Terrassen“, bei dem die Firma Bonava (ex NCC) in fünf Jahren an der Elisabeth-Selbert-Allee sieben Gebäude errichtete. Von Markus Schaible 

Im Frühjahr 2013 war der erste Spatenstich, nun stehen die Langener Terrassen kurz vor der Vollendung. Sieben markante Mehrgeschosshäuser mit insgesamt 250 Wohnungen hat der Projektentwickler Bonava errichtet. Der letzte Bauabschnitt ist ein besonderer: „Die Wohnungen sind gleichzeitig Schlussstrich und Premiere, denn an der Elisabeth-Selbert-Allee 32 ist das erste Passiv-Mehrfamilienhaus der Stadt entstanden“, erklärt Bonava-Projektleiter Eckhard Sommer. „Die Wohnungen erfüllen schon heute die hohen Energieeffizienz-Anforderungen, die der Gesetzgeber eigentlich erst für das Jahr 2021 vorgesehen hat.“ Für Bonava, einen der führenden Projektentwickler im Wohnbau in Deutschland, ist es gar das erste Mehrfamilien-Passivhaus überhaupt. Im Vorfeld waren vier bis fünf Jahre an Planung und Berechnungen erforderlich.

Die Fertigstellung der Langener Terrassen an der Elisabeth-Selbert-Allee ist so gut wie beendet – nun geht es auf der anderen Seite bis zur Nordumgehung mit dem Wohnungsbau los. Das Luftbild von Mitte April zeigt die Dimensionen; mittlerweile ist der Bau des Lärmschutzwalls bereits weiter vorangeschritten.

Während von außen kaum ein Unterschied zu den Nachbarblöcken erkennbar ist, stecke im Inneren echte Zukunftstechnologie. Das macht die Wohnungen auch 200 bis 300 Euro pro Quadratmeter teurer. Zwischen 3700 und 4000 Euro/m2 kosteten die zwischen 60 und 150 Quadratmeter großen Drei-, Vier- und Fünfzimmerwohnungen. Verkauft sind alle, ein Teil ist auch bereits bezogen. Auf der anderen Seite der Elisabeth-Selbert-Allee laufen inzwischen die Bauarbeiten für einen weiteren Wohnpark mit 36 Doppel- und Reihenhäusern. Gut ein Drittel der Häuser ist bereits verkauft oder reserviert. Ein weiteres Mehrfamilienhaus mit voraussichtlich 55 Wohnungen soll im Herbst in den Verkauf gehen. Auch der Lärmschutzwall zur Nordumgehung hin wächst.

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An anderer Stelle gehen die Arbeiten ebenfalls voran: Auf dem gut 18,5 Hektar großen Gelände zwischen Liebigstraße und Hans-Kreiling-Allee will Bonava als von der Stadt ausgewählter Erschließungsträger ein neues Zuhause für gut 950 Familien schaffen. Die Erschließungsarbeiten sollen ab 2019 beginnen. Läuft alles glatt, könnten Ende 2019 die ersten Hochbaumaßnahmen anlaufen.

Bonava sei „ein Glücksfall“ für die Stadt, betont Bürgermeister Frieder Gebhardt. Das Unternehmen punkte durch Zuverlässigkeit, zügige Abwicklung und Qualität. Zwar weiß auch der Verwaltungschef, dass es in der Bevölkerung durchaus kritische Stimmen zur Optik gebe. Er sei sich aber sicher, dass nach der Bebauung der anderen Straßenseite „die Front nicht mehr als so massiv empfunden wird.“

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