Aktion „Sauberhaftes Hessen“

Emsig mit der Abfallzange unterwegs

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Schon die Kleinsten setzen sich bei den Aktionen „Sauberhafter Kindertag“ und beim Herbstputz für eine abfallfreie Stadt ein. Den Kindern der Kita Am Steinberg und ihren Erziehern (mit Bürgermeister Frieder Gebhardt, links) hat das Abfallsammeln mit den Zangen und Behältern sogar richtig Spaß gemacht.

Langen - Die Stadt kann einen neuen Preis ihr Eigen nennen: Das Land würdigt Langen mit der „Goldenen Abfallsammelzange“. Denn die Sterzbachstadt gehört zu den langjährigsten Teilnehmern am Wettbewerb „Sauberhaftes Hessen“.

Umweltministerin Priska Hinz überreichte den Preis und eine Urkunde. Von Anfang an macht die Stadt beim Wettbewerb „Sauberhaftes Hessen“ mit und landete bisher immer auf den ersten drei Plätzen – ist also eine der „sauberhaftesten“ Kommunen Hessens. In diesem Jahr gehörte Langen neben dem nordhessischen Gemeinde Guxhagen und dem südhessischen Groß-Zimmern zu den drei aktivsten Kommunen. Für die Stadt ist es nicht die erste Auszeichnung: 2012 reichte es sogar für den Gesamtsieg.

Über 300 hessische Kommunen beteiligten sich diesmal an der Anti-Müll-Kampagne. Es geht darum, dass im Verhältnis zur Stadtgröße möglichst viele Einwohner Abfälle einsammeln und dazu kreative Aktionen auf die Beine stellen. In Langen waren dem Aufruf der städtischen Umweltberatung in diesem Jahr wieder viele Sammelwillige gefolgt und entfernten Unrat und Müll aus dem Stadtgebiet. Sandra Trinkaus von der städtischen Umweltberatung, die die Aktionen organisiert, zieht folgende Bilanz: „Über 1 400 Menschen waren an 13 Terminen unterwegs und haben mehr als 250 Säcke voller Müll eingesammelt.“ Im vergangenen Jahr nahmen etwa 1 000 Personen teil.

Für Bürgermeister Frieder Gebhardt verdeutlicht das mit dem Preis gewürdigte Engagement, welchen Stellenwert Sauberkeit in der Stadt hat. „Die Auszeichnung ist ein Verdienst der vielen Frauen, Männer und Kinder, die sich in ihrer Freizeit so engagiert für unsere Stadt eingesetzt haben“, sagt der Verwaltungschef. „Sie machen deutlich, dass jeder seinen Teil dazu beitragen muss, die Stadt ansehnlich und lebenswert zu machen.“ Nur durch solche tatkräftigen Vorbilder sei die regelmäßige Teilnahme an der Kampagne machbar, betont Gebhardt.

Effektiv Müll vermeiden: So geht's

Schulen, Kindergärten, Kirchengemeinden und Vereine nahmen im Laufe des Jahres die Müllzangen in die Hand. Allen voran der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV), der im März gemeinsam mit den Kommunalen Betrieben (KBL) und dem städtischen Referat für Umwelt und Mobilität zur Frühjahrsaktion „Langen räumt auf“ einlud. Der gemeinsame Frühjahrsputz lockte über 150 Menschen an die frische Luft, die dann vom KBL mit Müllzangen und Behältern ausgestattet wurden und Müll einsammelten.

Eifrig bei der Sache waren auch die kleinsten Langener. Beim „Sauberhaften Kindertag“ und dem „Sauberhaften Herbstputz“ griffen 170 Mädchen und Jungs aus den Kitas Am Steinberg, Hegweg, Unterm Regenbogen (Leukertsweg) und Sonnenschein (Ohmstraße) zu den Müllsäcken, um ihre Umwelt vom Abfall zu befreien. Beim „Sauberhaften Schulweg“ bewiesen über 1 100 Kinder der Albert-Schweitzer-, Adolf-Reichwein-, Erich-Kästner-, Geschwister-Scholl- und Dreieich-Schule, dass sie ein Herz für die Natur und ihre Heimatstadt haben und reinigten Gehwege, Büsche und Wiesen. Von den 180 hessenweit teilnehmenden Schulen zeichnete das Umweltministerium 25 mit einem Preis aus. Auch die Albert-Einstein-Schule gehörte zu den Gewinnern und durfte sich über 200 Euro aus Wiesbaden für ihre Schulkasse freuen. (jrd)

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