IB-Bildungszentrum hat immer mehr Aufgaben

Angebote für Migranten stark nachgefragt

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Im Beisein seiner Büroleiterin, der früheren Langener SPD-Vorsitzenden Monika Hoppe (links), informierte sich Landtagsabgeordneter Corrado di Benedetto bei Hanneliese Einloft-Achenbach, Leiterin des IB-Bildungszentrums (Dritte von links), und ihren Mitarbeiterinnen über die Arbeit der Einrichtung speziell mit jungen Migranten.

Langen - Immer mehr Aufgaben bei der Arbeit mit Migranten, aber keine zusätzlichen Personalkapazitäten, vor diesem Problem steht das Bildungszentrum des IB. SPD-Landtagsabgeordnete Corrado di Benedetto sagte nun Unterstützung zu.

Bei einem Besuch im Bildungszentrum des Internationalen Bundes (IB) in der Robert-Bosch-Straße 24 informierte sich Landtagsabgeordneter Corrado di Benedetto über die Arbeit der Einrichtung. Sein Interesse galt in erster Linie den zahlreichen Angeboten für junge Migranten. Täglich besuchen etwa 160 Jugendliche und Erwachsene das Bildungszentrum, um an Angeboten der beruflichen Bildung teilzunehmen oder Sprachkurse zu besuchen. So lernen beispielsweise 16 Jugendliche, überwiegend junge Geflüchtete, in der Produktionsschule Grundlagen der Hauswirtschaft, verknüpft mit dem Büffeln für den externen Hauptschulabschluss im nächsten Jahr. Sehr stark nachgefragt sind die Integrationskurse sowie seit diesem Jahr auch die Berufssprachkurse, in denen Zuwanderer auf den Einstieg ins Berufsleben in Deutschland vorbereitet werden.

Schwerpunkt im Bildungszentrum ist die Arbeit mit jungen Migranten. Im Jugendmigrationsdienst Langen (JMD) werden jährlich 350 junge Menschen beraten und im Integrationsprozess begleitet. In zusätzlichen Sprach- und Kommunikationstrainings lernen sie am Nachmittag Deutsch oder erhalten Unterstützung bei Bewerbungen für Praktika und Ausbildung. Die Beraterinnen des JMD klären mit ihnen die Wege ins Berufsleben in Deutschland und helfen bei der Anerkennung von Zeugnissen und Qualifikationsnachweisen aus ihren Heimatländern.

Das Milliardengeschäft mit dem menschlichen Leid

Di Benedetto zeigte sich sehr beeindruckt vom Engagement der Mitarbeiter, die erläuterten, dass seit diesem Jahr auch junge Geflüchtete zur Zielgruppe gehören. Der Bedarf an Beratung und Deutschkursen hat dadurch stark zugenommen. Dies wird vom IB ausdrücklich begrüßt, jedoch muss der Jugendmigrationsdienst die zusätzlichen Angebote mit den vorhandenen Personalressourcen stemmen. „Eine Aufstockung der Stellen gab es leider bislang nicht“, so die Leiterin der Einrichtung, Hanneliese Einloft-Achenbach. Sie betonte, dass die 20 Mitarbeiter äußerst engagiert arbeiten, dass aber zusätzliche Mittel zur Bewältigung der zahlreichen Aufgaben dringend erforderlich seien. Der Landtagsabgeordnete, der den Westkreis Offenbach in Wiesbaden repräsentiert, sagte zu, sich auf Landesebene dafür einzusetzen. (ble)

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