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Gleich sechs Langener Schülergruppen landeten beim 28. Planspiel Börse in den regionalen Top Ten. Das Bild zeigt die erfolgreichen Jung-Spekulanten und ihre Lehrer.

Langen ‐ Langen – ein Zockernest? Mit Blick auf die Bestenliste des Sparkassen-Planspiels Börse könnte man es fast meinen. Von Holger Borchard

Denn gleich fünf Spielgruppen der Dreieichschule und ein Team der Adolf-Reichwein-Schule spekulierten sich bei der 28. Auflage unter die Top Ten im Geschäftsbereich der Sparkasse Langen-Seligenstadt. Bei insgesamt 842 Teilnehmern in 221 Gruppen aus 17 Schulen eine sehr ordentliche Bilanz.

Bei der Siegerehrung freute sich das Trio „Cougar“ vom Dreieich-Gymnasium als bestes Langener Team über den zweiten Platz. Jan Thomas Becker, Faezula Azullah, Leander Wilhelm und ihre Lehrer Holger Windmöller und Stefan Trier vermehrten das fiktive Startkapital von 50.000 Euro zwischen Anfang Oktober und Mitte Dezember auf stolze 65.338,35 Euro. Im Geschäftsbereich der Sparkasse Langen-Seligenstadt war nur eine Gruppe der Klein-Krotzenburger Kreuzburgschule mit gerade mal 300 Euro mehr (65.638,83) erfolgreicher, hessenweit landeten die Langener „Pumas“ auf Rang zehn. Ihr Lohn: ein Preisgeld in Höhe von 400 Euro.

Hinter Spielgruppen der Rodgauer Geschwister-Scholl- und der Heusenstammer Adolf-Reichwein-Schule belegte vier weitere Gruppen der Dreieichschule die Plätze fünf bis acht: „iDax“, die ihr Depot auf 61.180,28 Euro vermehrten und dafür 250 Euro erhielten, sowie „Die Sparschweine“ (61.066,89), „Die Panzerknacker“ (60.916,92) und „Dakinee“ (60.863,51), die sich je 200 Euro teilen. Die „Aktienräuber“ der Reichwein-Schule (60.721,91) schafften als Neunte ebenfalls den Sprung in die Top Ten und erhielten dafür 150 Euro.

Das richtige Händchen hatten diesmal Spieler, die auf Automobil-, PC- oder Internet-Werte – allen voran Infinion, Apple oder Volkswagen – setzten. In Zeiten von Währungsängsten, Griechenland- und Irlandkrise konnte man aber auch leicht mit Zitronen handeln. Für zwei Drittel der Schüler hieß die nüchterne Erkenntnis am Ende: „Außer Spesen nix gewesen“. Ihre Depotwerte wiesen leichte bis deftige Verluste auf.

„Der Erfolg des Spiels hängt aber nicht von den realisierten Gewinnen ab“, unterstreicht Börsenspiel-Leiter Lothar Langen. „Schließlich bleibt allen Nachwuchsbörsianern die Erkenntnis, eine Menge über Börse und Wertpapiergeschäfte gelernt zu haben – und darauf kommt es uns an.“

Das Planspiel Börse 2011 findet vom 4. Oktober bis 14. Dezember statt.

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