ZenJA-Elternservice startet ins neue Betreuungsjahr

Arbeit mit Herz und Verantwortung

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30 Tageseltern informierten sich beim Elternservice des ZenJA über Änderungen im neuen Betreuungsjahr. Sie wünschen sich nicht nur neue Kollegen, sondern vor allem mehr gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung und Würdigung für ihren Beruf.

Langen - Für viele Eltern ist eine Tagesmutter oder ein Tagesvater eine gute Alternative zur Kita. Dafür, dass weiterhin engagierte und qualifizierte Tagespflegepersonen zur Verfügung stehen, sorgt der Elternservice im ZenJA (Zentrum für Jung und Alt).

Zurzeit begleitet dieser 42 qualifizierte Tagesmütter und -väter, die insgesamt 167 Babys und Kleinkinder sowie Schulkinder in Langen, Dreieich und Egelsbach betreuen. „Wir arbeiten mit hoch motivierten Frauen und Männern zusammen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Kinder engagiert und liebevoll beim Heranwachsen zu begleiten, und damit Eltern die Gewissheit geben, dass ihre Sprösslinge in den besten Händen sind, während sie ihrem Beruf nachgehen,“ sagt Fachberaterin Sabine Wagner.

30 der Betreuer konnte der Elternservice des ZenJA zu einem Frühstück begrüßen, bei dem Sabine Wagner und Monika Maier-Luchmann vom Elternservice über Neuerungen im aktuellen Betreuungsjahr informierten. Sie stellten das Fortbildungsprogramm im ZenJA vor, informierten die Tagesmütter und -väter über neue Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene und sprachen mit ihnen über die derzeitige Situation der Kindertagespflege im Westkreis.

Die soziale Absicherung habe sich spürbar verbessert, erklären die Fachberaterinnen. Tagesmütter und -väter seien mittlerweile kranken- und rentenversichert und müssten sich in der Regel angesichts der großen Nachfrage wenig Sorgen um nicht belegte Plätze machen. Dennoch gebe es viele politische Baustellen, die dringend bearbeitet werden müssten, um die Kindertagespflege nachhaltig attraktiver zu machen. Dazu zählen die Beraterinnen des ZenJA eine verlässliche Vertretung, eine leistungsgerechte Vergütung und den Abbau bürokratischer Hindernisse. „Kindertagespflege kann nicht jeder. Es ist eine verantwortungsvolle und interessante Arbeit, die viel Herz und Verstand braucht, aber auch ein hohes Maß an Eigenständigkeit, Durchhaltevermögen und Gesundheit einfordert“, meint Maier-Luchmann.

Der Elternservice und die Tagespflegepersonen hoffen, dass sich die Lage der Tageseltern durch die Überarbeitung der Satzung für Kindertagespflege des Kreises, die in diesem Jahr ansteht, verbessert. Denn der Elternservice würde gerne mehr Menschen für die Arbeit in der Kindertagespflege gewinnen, da die die Zahl der Tagesmütter und -väter abnimmt, zum Beispiel, weil langjährige Tagesmütter in Rente gegangen oder in eine Festanstellung gewechselt sind oder eine Ausbildung begonnen haben. Im Gegensatz dazu steige die Nachfrage. Wer sich dafür interessiert, erreicht den Elternservice unter s 23033 oder elternservice@ zenja-langen.de.

Für die Arbeit als Tageseltern begeistern will der Elternservice auch mit einer neuen Bilderausstellung, die Eindrücke aus der Arbeit vermittelt. Sie ist in den kommenden Wochen im Familiencafé des ZenJA, Zimmerstraße 3, zu sehen. (jrd)

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