Überarbeiteter Bebauungsplan

Asklepios Klinik plant Erweiterung

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Der Krankenhaus-Standort Langen soll kräftig wachsen. Unter anderem will Asklepios die Klinik für psychische Gesundheit (links vorne) erweitern. Und zwischen Klinik und dem Wohnhochhaus sollen weitere Einrichtungen im Gesundheitsbereich, darunter ein zweites Fachärztezentrum, entstehen.

Langen - Am Krankenhaus-Standort im Norden Langens stehen umfangreiche Erweiterungen an. Von Markus Schaible 

Zum einen will die Asklepios Klinik kräftig investieren und ausbauen, zum anderen soll auf dem Gelände des ehemaligen Schwesternwohnheims unter anderem ein zweites Fachärztezentrum entstehen. Der Magistrat hat nun wichtige Weichen gestellt. Die Zeichen stehen auf Vergrößerung: Der Asklepios-Konzern, der die ehemalige Kreisklinik 2002 übernahm, beabsichtigt unter anderem, die Klinik für Psychische Gesundheit zu vergrößern. Hintergrund ist die ständig wachsende Nachfrage. An Raum gewinnen sollen auch das zentrale Bettenhaus, die Verwaltung und die Zentrale für Noteinsatzfahrzeuge. Außerdem geplant ist ein Konferenz- und Schulungszentrum. Und für die wachsende Zahl an Patienten und Mitarbeiter sind zwei Parkdecks vorgesehen. Unterstützung bei den Millioneninvestitionen erhält der Krankenhausbetreiber vom Land Hessen und weiteren Partnern.

Die Stadt Langen befürwortet diese Pläne. Denn, so Bürgermeister Frieder Gebhardt: „Das Krankenhaus ist ein wichtiger Standortfaktor.“ Dies gelte sowohl für die Ansiedlung von Unternehmen als auch für Langen als Wohnort. „Für unsere Stadt und für die Region ist die Asklepios Klinik unverzichtbar“, betont Gebhardt. Das Angebot des Hauses, sein Rettungsdienst und die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Arztpraxen garantierten kurze Wege bei hoher Qualität. Zudem habe sich die Einrichtung, in der jährlich rund 35 000 Patienten behandelt werden, einen guten Ruf als Lehrkrankenhaus der Goethe-Universität Frankfurt erworben.

Bereits seit ihrer Privatisierung im Jahr 2002 wurde die Asklepios Klinik, die heute mehr als 500 Mitarbeiter hat, Schritt für Schritt modernisiert und erweitert. 2006 eröffnete auf dem Areal das Fachärztezentrum. Zwei Jahre später wurden in der Klinik für Psychische Gesundheit in einem neuen Nebengebäude die ersten Patienten behandelt.

Einige der in der Vergangenheit auf dem 7,2 Hektar großen Klinikgelände umgesetzten Projekte entsprachen allerdings nur teilweise den Vorgaben des alten Bebauungsplans, der noch aus dem Jahr 1965 stammt. Sie konnten deshalb nur über sogenannte Befreiungen realisiert werden. Um alles in geordnete Bahnen zu lenken, sei es jetzt an der Zeit, den bestehenden Bebauungsplan zu überarbeiten beziehungsweise zu ändern, hob Gebhardt hervor. „Wir wollen dabei – in Absprache mit der Klinik – die Erweiterungspotenziale und Entwicklungsmöglichkeiten für die nächsten zehn bis 15 Jahre berücksichtigen.“

Haferflocken wirken wie Medizin

Erleichtert werde das dadurch, dass der Klinik-Standort Campus-Charakter habe und nicht mitten in der Stadt liege, erklärt Robert Ahrnt, Leiter des Fachdienstes Bauwesen, Stadt- und Umweltplanung.

Mit dem überarbeiteten Bebauungsplan für das Klinikareal sowie den Plänen nördlich der Röntgenstraße befasst sich der Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 23. Mai. Auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung stehen die Punkte am Donnerstag, 14. Juni. Beginn ist jeweils um 20 Uhr im Rathaus.

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