Schnell weitere Plätze schaffen

Auf Gelände der Juki-Farm Langen: SPD drängt auf Realisierung einer Natur-Kita

Zwischenstation: Momentan ist die Farm auf einem Interimsgelände in der Elisabethenstraße beheimatet.
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Zwischenstation: Momentan ist die Farm auf einem Interimsgelände in der Elisabethenstraße beheimatet.

Gleich drei neue Kindertagesstätten haben die Stadtverordneten bei ihrer jüngsten Sitzung auf den Weg gebracht: die Sport-Kita auf dem Gelände des TV Langen, die Musik-Kita im Garten des Kulturhauses Altes Amtsgericht und den Neubau an der Kita Forsthaus. Der SPD ist das nicht genug.

Langen – Die Fraktion der Sozialdemokraten drängt deshalb darauf, dass ihr Vorschlag einer Natur-Kita auf dem Gelände der Juki-Farm zeitnah in die Tat umgesetzt wird. „Drei neue Kita-Vorhaben auf dem Weg. Das ist gut. Aber das reicht angesichts der langen Wartelisten noch lange nicht“, findet die SPD-Fraktionsvorsitzende Margrit Jansen. „Wir wollen wissen, was trotz aller Widerstände kurzfristig außerdem noch geht, um fehlende Kita-Plätze schnellstmöglich zu schaffen.“ Um das zu erreichen, seien noch deutlich mehr Anstrengungen unerlässlich.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte bereits am 10. September einem SPD-Antrag zugestimmt, in dem der Magistrat gebeten wird, zu prüfen, ob auf dem neuen Gelände der Juki-Farm in der Elisabeth-Selbert-Allee (aktuell ist die Farm auf einem Interimsgelände in der Elisabethenstraße zu Hause) eine Natur- und Spielplatzkita eingerichtet werden kann. Das neue Gelände soll im April 2021 eingeweiht werden. Nun hat die SPD einen Ergänzungsantrag eingereicht, mit dem die Fraktion erreichen will, dass die Natur-Kita trotz neuer Vorgaben des Kreis-Jugendamts zügig auf den Weg gebracht werden kann.

Der Magistrat wird darin gebeten, zu ermitteln, welche Kosten entstünden, wenn auf dem Juki-Farm-Gelände der vom Kreisjugendamt geforderte, 40 Quadratmeter große Schutzraum errichtet wird. Auch soll geprüft werden, wie die Umsetzung schnellstmöglich – etwa durch Modulbauweise oder das Aufstellen eines Containers – erfolgen kann.

„Angesichts des Rechtsanspruchs und des dringend erforderlichen Abbaus der fehlenden Kitaplätze wollen wir außerdem prüfen lassen, unter welchen Voraussetzungen eventuell sogar zwei neue Kita-Gruppen zu je 25 Kindern auf dem Gelände der Juki-Farm schnell ihren Platz finden können“, ergänzt die SPD-Fraktion. „Den Nachdruck und die Hartnäckigkeit, mit dem die drei soeben von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Einrichtungen verwirklicht werden sollen, hätten wir uns auch bei den von uns vorgeschlagenen Natur-Kitas gewünscht“, betont Angelika Gottschling, SPD-Mitglied im Sozialausschuss.

Bei der Juki-Farm ist man von der Idee angetan. „Das könnte eine echte Win-win-Situation werden“, sagt die Vorsitzende Karin Eberhardt. Das neue Gelände sei groß genug, um dort neben den Juki-Aktivitäten auch eine regelmäßige Kinderbetreuung anbieten zu können. (msc)

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