Zahl der Geburten steigt

Baby-Plus ist „hausgemacht“

Langen - Lina und Leon rangieren auf den Spitzenplätzen der beliebtesten Namen für Langener Babys. Die werden insgesamt immer mehr: 2017 kamen fast tausend Kinder in Langen zur Welt. Das ist nicht der einzige spannende Fakt, den die Bilanz des Standesamtes verrät.

972 Geburten hat das Langener Standesamt im vorigen Jahr beurkundet – und damit ein Plus von 42 Babys registriert. „Die Tausendermarke ist zwar noch nicht geknackt, aber wir steuern zielstrebig darauf zu“, sagt dessen Leiter Klaus Treml. Die Zahlen verrieten überdies, dass der Zuwachs „hausgemacht“ sei. Denn die Zahl der von Langener Müttern geborenen Kindern sei von 221 auf 274 gestiegen, während die Zahlen bei den „auswärtigen“ Eltern sogar leicht rückläufig waren (698 statt 709 Geburten).
Bis auf eine Hausgeburt kamen alle Kinder in der Asklepios Klinik zur Welt. Weil die Neugeborenen dort tagesgenau erfasst werden, bis zur standesamtlichen Beurkundung aber in der Regel etwa zwei Wochen vergehen, weichen die Zahlen zum Stichtag, dem 31. Dezember, voneinander ab. Die Klinik meldete zu diesem Datum 981 Babys (wir berichteten). Nach wie vor dominiert das männliche Geschlecht: Laut Standesamt wurden 506 Jungen und 466 Mädchen geboren.

Auch über die beliebtesten Vornamen für die Neugeborenen gibt die Statistik wieder Aufschluss: Für Mädchen ist Lina der unangefochtene Favorit, gefolgt von Emilia, Ella, Meryem, Emily, Emma, Leonie und Lia. Sophie, der bestplatzierte Name aus dem Jahr 2016, war diesmal nicht in der Spitzengruppe. Für Jungen wählten Eltern am häufigsten Leon. Mit Abstand folgen der Vorjahressieger Elias, Yusuf, Jonas, David, Matteo, Milan und Samuel.

Auch in puncto Eheschließungen setzt sich der (auch bundesweite) Aufwärtstrend fort. In Langen wurde 167 mal geheiratet (2016: 149 mal). Am häufigsten, ganze 82 mal, fiel das Ja-Wort im Trausaal des Rathauses. 31 Paare wählten die Merzenmühle, 30 das Alte Rathaus als Ort, um den Bund der Ehe einzugehen. Standesamtsleiter Treml ist zuversichtlich, dass sich diese Tendenz fortsetzt: „Schon jetzt liegen im Übrigen Anfragen für Trautermine im Jahr 2019 vor.“

Außerdem wurde in Langen eine eingetragene Lebenspartnerschaft geschlossen – zugleich die vorerst letzte: Diese Rubrik entfällt künftig durch die im Oktober eingeführte „Ehe für alle“, die gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht auf Eheschließung einräumt.

Auch Einbürgerungen fallen in die Zuständigkeit des Standesamts: Wer dauerhaft in Deutschland lebt, aber noch nicht deutscher Staatsangehöriger ist, kann einen Antrag auf Einbürgerung stellen. 149 solcher Anträge nahm das Langener Standesamt entgegen – 2016 waren es lediglich 115. Sie werden an das Regierungspräsidium in Darmstadt geschickt und dort bearbeitet. Das dauere wegen der zunehmenden Anzahl an Anträgen und Verzögerungen durch fehlende Unterlagen aber immer länger. Deshalb wurden in Langen im Jahr 2017 weniger Einbürgerungsurkunden (89) ausgehändigt als im Vorjahr (109).

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Die Sterbefälle haben zwar zugenommen – von 546 auf 624 –, sind aber Treml zufolge statistisch gesehen nicht auffällig. Gestorben sind 296 Männer und 328 Frauen. Nur 287 der Verstorbenen kamen aus Langen. Der hohe Anteil aus anderen Kommunen (337) ergibt sich aus der Existenz der Asklepios Klinik und der beiden Alten- und Pflegeheime. Auswärts beurkundete Eheschließungen, Geburten und Sterbefälle Langener Einwohner sind in den Zahlen des Standesamtes wie immer nicht enthalten. (jrd)

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