Bahnstraße in Langen

Comeback der Currywurst: Beliebter Hausmann-Imbiss öffnet überraschend wieder

Um 11 Uhr geht’s los: Ab dem heutigen Montag gibt es beim Hausmann-Grill in der Bahnstraße wieder Bratwurst, Nierenspieße, Fischbrötchen, Pommes frites und mehr.
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Um 11 Uhr geht’s los: Ab dem heutigen Montag gibt es beim Hausmann-Grill in der Bahnstraße wieder Bratwurst, Nierenspieße, Fischbrötchen, Pommes frites und mehr.

Wer in in den vergangenen Tagen über die Bahnstraße geschlendert ist, hat es bereits gemerkt. Dort, wo früher der Hausmann-Imbiss stand, tut sich was.

Langen – Arbeiter sind am Werkeln, weiße Fahnen wehen im Wind, in roter Schrift werben sie für Rindswurst, Thüringer und Nierenspieße. Die werden doch nicht...? Ja, werden sie.

Man kann es mit Fug und Recht als das Comeback des Jahres in Langen bezeichnen, wenn am heutigen Montag, 11 Uhr, die Hausmann’sche Kultbude völlig überraschend wieder öffnet. „Coronabedingt macht man sich als Schausteller natürlich Gedanken, wie man den Winter übersteht“, erzählt Matthias Hausmann, der den Imbiss gemeinsam mit Ehefrau Silke betreiben wird.

Keine großen Volksfeste im Sommer, kaum Weihnachtsmärkte – da müssen eben Alternativen her. Und so entstand die Idee, es doch noch einmal am traditionsreichen Langener Standort zu versuchen. „Wir hoffen, dass die Stammkundschaft wiederkommt“, sagt Hausmann.

Langen: Imbiss verspricht, ein Selbstläufer zu werden

Alle Sorgen dürften unbegründet sein, der Imbiss verspricht, ein Selbstläufer zu werden. Schließlich war „der Hausmann“ stolze 52 Jahre lang eine echte Institution auf der oberen Bahnstraße, ehe Wenzel und Karin Hausmann – Matthias’ Onkel und Tante – Ende 2018 ihren „Express-Imbiss“ in den freiwilligen Ruhestand schickten. „Wir schließen nicht, weil wir müssen, sondern weil wir das so wollen und jede noch so schöne Geschichte irgendwann mal ein Ende hat“, sagte Wenzel Hausmann damals.

Nun führt der Neffe die Tradition fort. Natürlich mit dem Segen der älteren Generation. „Onkel Wenzel hat mir sehr dabei geholfen, er geht mit mir durch Dick und Dünn“, betont Matthias Hausmann. So gab es vom Onkel etwa den Tipp, in Langen unbedingt Pommes mit Wellenschnitt anzubieten – in vielen anderen Hausmann-Buden sind die Fritten glatt. „Weil die Leute es hier eben so kennen“, erklärt der 44-Jährige, der mit Gattin Silke ansonsten meist den Hausmann-Autoscooter sowie Flammkuchen- und Burgerstände betreibt.

„Hausmann’s Grillstation“, wie sie nun heißt, wird montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr geöffnet sein, mindestens bis zum 31. Dezember, vielleicht auch länger. Möglich wurde das Ganze laut Matthias Hausmann dank der Firma Salco, die auf dem Grundstück in der Bahnstraße 3-7 eigentlich ein Gebäude mit 20 Eigentumswohnungen und 900 Quadratmetern Gewerbefläche bauen will. Als Hausmann seine Idee Vorschlug, habe Salco „sehr kollegial“ reagiert. „Wir müssen nicht mal ein Standgeld zahlen.“ Auch die Stadt habe schnell zugesagt.

Langen: Einiges ist neu beim Imbiss auf der Bahnstraße

Einiges ist neu beim Imbiss auf der Bahnstraße, und doch vieles beim Alten geblieben. Natürlich gibt es das über Jahrzehnte bewährte Angebot: Rindswurst und Thüringer vom Lavasteingrill, Currywurst, Fleisch- und Nierenspieße, selbst gemachter Spießbraten, Fischbrötchen und Pommes frites. Neu im Sortiment sind Burger in vier verschiedenen Varianten, wahlweise mit Bacon oder Chili. Und auch der hausgemachte Kartoffelsalat darf nicht fehlen, den Tante Karin früher täglich nach dem Rezept der Großmutter anrührte. „Meine Frau wird ihn genauso machen“, verspricht Matthias Hausmann, der den Imbiss außerdem nachhaltiger aufgestellt hat: mit Holzpieksern und Pappschälchen statt Plastik.

In die Bude eintreten, so wie früher, ist wegen Corona nicht möglich. Dafür gibt es einen größeren Außenbereich mit überdachten Stehtischen. „Im Regen muss keiner stehen“, verspricht Matthias Hausmann. Dann kann es ja losgehen. (Von Manuel Schubert)

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