Gremium stellt sich für neue Legislaturperiode auf

Jugendforum Langen ist bereit für Runde zwei

Virtuelles Kennenlernen: 17 der insgesamt 45 Mitglieder des Jugendforums waren schon vorher dabei, 28 sind neu hinzugestoßen. Deshalb hat das Gremium noch vor der ersten Sitzung eine Online-Konferenz abgehalten.
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Virtuelles Kennenlernen: 17 der insgesamt 45 Mitglieder des Jugendforums waren schon vorher dabei, 28 sind neu hinzugestoßen. Deshalb hat das Gremium noch vor der ersten Sitzung eine Online-Konferenz abgehalten.

Das Langener Jugendforum geht in die zweite Runde: Am Montag, 19. April, konstituiert sich das neue Jugendforum, bestehend aus 17 alten und 28 neuen Mitgliedern. Um sich schon vorher gegenseitig kennenzulernen, haben die Jugendlichen kürzlich online ein Willkommenstreffen veranstaltet – ganz ohne Tagesordnung, Projektbesprechungen und Abstimmungen.

Langen – Die knapp 40 Teilnehmer stellten sich in Kleingruppen vor und tauschten sich aus. Das habe einigen so viel Spaß gemacht, dass sie sogar drei Stunden geblieben sind, sagt Vorstandsmitglied Leonie Borst. „Obwohl es ein paar technische Probleme gab, haben wir uns alle besser kennengelernt und sind sicher, dass wir in den nächsten zwei Jahren gemeinsam viel erreichen können“, resümiert sie.

Langen hat seit 2019 ein Jugendforum, in dem sich Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren engagieren. „Jugendbeteiligung ist essenziell für eine erfolgreiche Stadtentwicklung und wir identifizieren uns mit unserer Stadt und der darin vorkommenden Vielfalt“, hebt Borst hervor. „Die Kinder und Jugendlichen kommen alle aus unterschiedlichen Schulen und Kulturen.“ Das dreigleisige Besetzungsverfahren – die Plätze werden per Los, Delegation (Schulen, Vereine, Religionsgemeinschaften) und an individuelle Bewerber vergeben – sei einmalig und sehr erfolgreich. „So sprechen wir Kinder und Jugendliche aus jeder Bevölkerungsgruppe an und vertreten sie im Jugendforum“, meint Borst.

Wichtig ist den Jugendlichen der Einsatz für die Umwelt, gegen Rassismus und für ein vorurteilsfreies und wertschätzendes Miteinander. Dazu haben die Kinder und Jugendlichen bereits in der ersten Legislaturperiode des Jugendforums verschiedene Projekte umgesetzt. Sie haben etwa Infostände zu Kinderrechten auf dem Markt und eine Umweltschutz-Kampagne gegen betonierte oder geschotterte Vorgärten organisiert. Außerdem erarbeiteten die jungen Kommunalpolitiker eine eigene Satzung und eine Geschäftsordnung.

Demos, Gedenken und Arbeit in den AGs – im Rückblick haben die Jugendlichen ihre Höhepunkte notiert.

Beim Rückblick auf das Erreichte in der letzten Sitzung in alter Besetzung waren sich alle einig, dass es bisher eine spannende Zeit war und sie viel über Politik gelernt haben. „In Kleingruppen sammelten die Teilnehmer, was ihnen in den zwei vergangenen Jahren besonders im Gedächtnis geblieben ist. Das Ergebnis auf der virtuellen Pinnwand kann sich sehen lassen“, findet die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Romy Eichhorn. „Wir möchten wir uns noch einmal bei allen bedanken, die zum Erfolg des Jugendforums beigetragen haben. Dazu gehören natürlich alle Mitglieder, aber auch alle, die sich unsere Sitzungen angesehen oder sich in Arbeitsgruppen engagiert haben“, ergänzt Borst. Denn in den AGs können alle Jugendlichen mitmachen. Dankbar ist das Jugendforum auch den Mitarbeitern der Stadt, allen voran Julia Pöhler, die als Ansprechpartnerin des Jugendforums dieses bei Projekten unterstützten. Der Dank schließt aber auch die Stadtverordneten ein, „die uns stets ernst genommen haben“, so Borst. In der zweiten Legislaturperiode ist das Jugendforum übrigens vollkommen selbstständig und organisiert sich mithilfe des aktuellen Vorstandes und den erfahrenen Mitgliedern ohne Hilfe von Erwachsenen.

Kontakt und Spendensammlung

Zu erreichen ist das Jugendforum auf Instagram oder per Mail unter jugendforum@langen.de. Infos gibt es auch auf der Homepage der Stadt.

Für die Freizeitflächhe sammelt das Jugendforum weiter Spenden. Die Stadt stellt dafür ein Verwahrungskonto bereit. Einzahlungen sind möglich unter dem Stichwort „Freizeitfläche Jugendforum“ auf das Konto der Stadtkasse Langen, IBAN: DE62 5059 2200 0000 1508 00, BIC: GENODE51DRE, bei der Volksbank Dreieich. Auf Wunsch können Spendenmitteilungen ausgestellt werden. Genauere Infos zur Spendenaktion sind auf der Seite spenden-statt-warten.de zu finden.

Ein wichtiger Erfolg ist die geplante neue Freizeit- und Bewegungsfläche in den Dreieichgärten an der Asklepios Klinik. Dort soll ein Platz entstehen, der für alle Altersgruppen Freizeitmöglichkeiten bietet: von sportlichen Aktivitäten wie Kletterwand und Tischtennisplatte bis hin zu ruhigeren Sitzecken mit teilweiser Überdachung. Der Plan wurde von dem Gremium selbst entwickelt, die Ideen wurden mithilfe eines Landschaftsarchitekten umgesetzt. In der Stadtverordnetenversammlung stießen die Pläne auf breite Zustimmung –– unter der Bedingung, dass die Umsetzung den städtischen Haushalt nicht belastet. So haben die Jugendlichen zugesagt, die dafür notwendigen Mittel in Höhe von maximal 40 000 Euro über Spenden und Sponsoring selbst zu besorgen.

Von Julia Radgen

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