Sanierung in Langen führt zu Umleitungen

Bis Herbst 2021 in der Liebigstraße kein Durchkommen

Die Langener Liebigstraße, in der das neue Mega-Wohngebiet entsteht, wird von Grund auf saniert. Sie bleibt deshalb zwischen Weserstraße und Leerwegtunnel bis voraussichtlich Herbst 2021 komplett gesperrt.
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Die Langener Liebigstraße, in der das neue Mega-Wohngebiet entsteht, wird von Grund auf saniert. Sie bleibt deshalb zwischen Weserstraße und Leerwegtunnel bis voraussichtlich Herbst 2021 komplett gesperrt.

Das Neubaugebiet Liebigstraße wirft seine Schatten voraus. Und mit einer so großen Baustelle gehen auch Sperrungen einher. Bis voraussichtlich Herbst 2021 gibt es kein Durchkommen für Auto- und Radfahrer an der Liebigstraße. Nun hat die Stadt bei der Umleitung noch einmal nachgebessert, um Radlern eine sichere Umfahrung zu bieten.

Langen – Seit Juli ist die Liebigstraße bereits gesperrt. Sie ist mit der in die Paul-Ehrlich-Straße mündenden Leerwegunterführung für Autofahrer eine von drei Querungsmöglichkeiten der Bahnlinie, die Langen in zwei Teile schneidet. Seit Jahren war die Fahrbahn laut Stadt „in einem überaus schlechten Zustand“. Nun soll sie im Zusammenhang mit dem gerade entstehenden Wohngebiet und Quartierszentrum Liebigstraße von Grund auf saniert werden. Zudem entsteht zwischen Fahrbahn und Gleisen ein weiteres Teilstück des Radschnellwegs.

Seit dem Sommer wurde zuerst der ehemalige Wertstoffhof der Kommunalen Betriebe zurückgebaut; der damit verbundene Baustellenverkehr machte eine Straßensperrung erforderlich. Nun geht es an die eigentliche Straße. Bevor letztlich die Fahrbahndecke erneuert wird, ist eine Vielzahl anderer Baumaßnahmen erforderlich: Nach Angaben des Magistrats werden Kanäle und Versorgungsleitungen verlegt und die gesamte Straße grundhaft saniert – mit veränderter Aufteilung, die den Anschluss an das künftige Wohngebiet und den Radschnellweg berücksichtigt. Vorgesehen sind ein vier Meter breiter Radweg, eine 6,50 Meter breite Fahrbahn und 2,20 Meter Gehweg auf der Bebauungsseite.

Straßensanierung soll im Herbst 2021 fertig sein

Die Finanzierung der Erneuerung der Liebigstraße zwischen Weserstraße und Leerwegunterführung wurde über städtebauliche Verträge auf die Bauträger, Erschließungsträger und Eigentümer in den angrenzenden Wohngebieten übertragen. Nach aktuellem Stand ist die Fertigstellung für Herbst 2021 vorgesehen. „Genauere Aussagen sind auch vor dem Hintergrund der andauernden Corona-Pandemie schwierig“, heißt es aus dem Rathaus. Später wird noch das Stück zwischen Weserstraße und Bahnhof saniert. Die Kosten dafür trägt die Stadt.

Dass die Straße erneuert sein wird, wenn die Arbeiten im Wohngebiet noch laufen, stellt aus Sicht der Stadtverwaltung kein Problem dar. Es sei vertraglich geregelt, dass der Baustellenverkehr weitgehend von der Hans-Kreiling-Allee über die Spange „Alte Römerstraße“, die als Baustraße erstellt wird, rollt. Dadurch soll eine Belastung des Stadtgebiets durch Lkw vermindert werden.

Langener Stadtverwaltung richtet Appell an Radler

Die Umleitung für Autofahrer führt entweder über die Eisenbahnbrücke zwischen Südlicher Ringstraße und Mörfelder Landstraße oder über die Nordumgehung. Radfahrer haben die Möglichkeit, über die Hans-Kreiling-Allee auszuweichen, wenn sie in die nördliche Feldgemarkung Richtung Sprendlingen möchten. Wer nahe der Eisenbahnlinie bleiben will, folgt der Beschilderung. Dabei wechseln Radler an einer der beiden Unterführungen am Bahnhof auf die Westseite und folgen dem dortigen Radweg bis zur Paul-Ehrlich-Straße. Dann haben sie zwei Möglichkeiten: Entweder fahren sie ab dem Kreisel durch die Robert-Bosch-Straße bis zur Überführung am Achat-Hotel. Oder sie nutzen die Leerwegunterführung, um auf der Ostseite ins Feld abzubiegen. Für die in der Unterführung verkehrenden Baustellenfahrzeuge gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h.

Da trotz der Sperrung weiter hin und wieder Passanten und Radlerfahrende versuchen, innerhalb der Baustelle die gewohnten Wege zu nutzen, appelliert die Verwaltung dringend, die Umleitungen zu verwenden. Für die Feuerwehr ist die Sperrung kein Problem: Damit sie die Gebiete westlich der Bahn erreichen kann, steht während des Straßenbaus stets eine Spur für Einsatzkräfte zur Verfügung. (jrd)

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