Bistrotische als Abstandsmarker

Langener Theatersaison startet mit speziellem Hygienekonzept

Künstliche Intelligenz oder Künstliche Idioten? Kabarettist Philipp Weber eröffnet mit seinem Programm die neue Theatersaison in der Stadthalle. Das Team hat dafür ein ausgeklügeltes Hygienekonzept erarbeitet.
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Künstliche Intelligenz oder Künstliche Idioten? Kabarettist Philipp Weber eröffnet mit seinem Programm die neue Theatersaison in der Stadthalle. Das Team hat dafür ein ausgeklügeltes Hygienekonzept erarbeitet.

Theaterfans können aufatmen: Die Saison ist gerettet. Auch in der kalten Jahreszeit werden nach aktuellem Stand Kulturveranstaltungen in der Stadthalle möglich sein – natürlich mit Mund-Nasen-Bedeckung, Desinfektionsmittel und Abstandsmarkierungen. Das Stadthallen-Team hat intensiv an einem Hygienekonzept gearbeitet und die Voraussetzungen geschaffen, um Kultur im Herbst und Winter anbieten zu können.

Langen – „Alle erforderlichen Standards sind bei uns erfüllt“, sagt Programmmacher Christian Staubach.Erste kleinere Veranstaltungen gab es bereits, am Sonntag, 20. September, geht es richtig los mit der Saison: Mit den Auftritten des Kabarettisten Philipp Weber. Denn er ist zwei Mal zu sehen: um 17 und um 20 Uhr. Das ist eine der Maßnahmen aus dem Corona-Konzept: Denn die Zuschauerzahl ist auf rund 200 begrenzt. „Wir sind mit den Künstlern in Kontakt und haben es mit einigen auch bereits vereinbart“, sagt Staubach zu den Doppel-Gigs.

Des Weiteren gehört dazu, dass Ein- und Ausgänge in dieser Spielzeit strikt getrennt sind. Hinter der Abendkasse am Eingang zum Foyer sind Stehtische aufgebaut, an denen sich die Besucher, die nicht im Vorfeld ein personalisiertes Ticket im Internet gekauft haben, registrieren können. Denn zur möglichen Nachverfolgung muss das Team alle Besucher namentlich und mit Kontaktdaten erfassen. Mund-Nasen-Bedeckung ist überall in der Stadthalle Pflicht; sie darf nur am Platz abgelegt werden. Die Besucher müssen stets die Abstandsregeln beachten. Um das zu erleichtern, wurden entsprechende Markierungen auf dem Boden in den Wartebereichen angebracht.

Plexiglas trennt Besuchergruppen

In der Stadthalle sind die Stuhlreihen mit einem Abstand von 1,50 Meter aufgestellt. Zudem hat das Team Plexiglaswände angeschafft, die individuell aufgestellt werden, um Familien/Paare von den Nachbarn zu trennen. „Somit hat jede zusammengehörende Besuchergruppe ihren eigenen Sitzbereich“, sagt Staubach. Bistrotische sorgen zusätzlich für Abstand und können zum Abstellen von Getränken genutzt werden. Denn: Es wird Bewirtung geben. Die Thekenbereiche wurden dazu auseinandergezogen.

Auch die Akteure auf der Bühne müssen natürlich Abstand zum Zuschauerraum einhalten. Wenn gesungen wird, müssen die Protagonisten auf der Bühne nach hinten rücken, um mindestens sechs Meter zwischen sich und die Zuschauer bringen. Chorgesang wird es in der nächsten Zeit nicht geben, ebenso keine Partys.

Informieren

Fragen zum Programm und Ablauf beantwortet Christian Staubach unter 203-431. Besucher sollten sich kurz vorm Termin unter neue-stadthalle-langen.de über eventuelle Änderungen informieren.

Viele sorgen sich um die Belüftung in der Halle. Hierzu sagt Staubach: „Unsere Klimaanlage arbeitet mit 100 Prozent Frischluftzufuhr. Die verbrauchte Luft wird komplett abgesaugt und durch frische ersetzt.“ Der Aufwand sei natürlich groß, aber: „Das sind wir unseren treuen Gästen ebenso schuldig wie den Künstlern und Agenturen, mit denen wir teilweise schon seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten“, sagt Joachim Kolbe, städtischer Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur und Sport. So unterstütze die Stadt die Veranstaltungsbranche.  (jrd)

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