Volksbank Dreieich weiter im Aufwind

Boom bei der Baufinanzierung

Langen - Die Volksbank Dreieich ist weiter in der Erfolgsspur. Schon in den vergangenen Jahren verzeichnete das genossenschaftliche Institut mit Sitz in Langen einen steten Aufwärtstrend, 2015 aber war ein besonders gutes Jahr. Von Frank Mahn 

In ihren 15 Filialen in Langen, Dreieich, Egelsbach, Neu-Isenburg und Dietzenbach beschäftigt die Bank 302 Mitarbeiter. Und sie setzt verstärkt auf eigenen Nachwuchs und dessen Förderung. 30 Auszubildende und Studenten gehören zur Belegschaft – die Ausbildungsquote von zehn Prozent liegt deutlich über dem Durchschnitt. Vor allem das Baufinanzierungsgeschäft boomt und ist mit ein gewichtiger Grund dafür, dass das Kreditvolumen um 17,7 Prozent auf nunmehr 952 Millionen Euro angewachsen ist. Der Bilanzgewinn beträgt 1,6 Millionen Euro – das beste Ergebnis seit Jahren. Da ist es nicht verwunderlich, dass Vorstandsvorsitzender Stephan M. Schader und sein Vorstandskollege Jens Prößer zufrieden sind.

Während viele Großbanken mit Krisen kämpfen, punktet die Voba vor allem mit persönlicher Beratung. Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase sei es gelungen, die Kunden von „bedarfsgerechten Geldanlagen der Bank und des genossenschaftlichen Finanzverbundes zu überzeugen“, so der Vorstand. Das Vertrauen von Kunden und Mitgliedern zeige sich besonders in der Erhöhung der Einlagen durch die Mitglieder. Erstmals sind sie auf mehr als eine Milliarde Euro gestiegen. Auch die Zahl der Mitglieder hat sich weiter positiv entwickelt: Hier steht ein Zuwachs um 500 auf 26 525 zu Buche. Insgesamt konnte die Volksbank fast 1 700 Neukunden begrüßen.

Auch wenn es einen Trend zum Online-Banking gibt, will das regional verwurzelte Geldinstitut weiterhin verstärkt in seine Beratungscenter investieren (wir berichteten gestern auf der Dreieich-Seite). Gerade wenn es um Baufinanzierung oder die Altersvorsorge gehe, schätzten viele Menschen das persönliche Gespräch, weiß Schader. Erhöhten Beratungsbedarf haben die Kunden auch bei der Frage, wie sie ihr Geld anlegen können. Die Voba, sagt Schader, sei ein verlässlicher Partner. Die Geschäftspolitik orientiere sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Mitglieder.

Die Zufriedenheit der Kunden ist natürlich ein entscheidender Faktor, um sie dauerhaft an sich zu binden. „Wir müssen aber auch attraktiv für unsere Mitarbeiter bleiben“, sagt Jens Prößer. Die Bank hat verschiedene Programme aufgelegt, aus denen die Beschäftigten wählen können. 15 Prozent beispielsweise arbeiten regelmäßig im Home-Office, andere bevorzugen ein Lebensarbeitskonto, auf dem sich Geld in Zeit umwandeln lässt. Das eröffnet unter anderem die Chance, früher in Rente zu gehen. „Wir versuchen, den Mitarbeitern das für sie passende Angebot zu machen“, führt Schader aus. Das kann auch die Übernahme der Beiträge fürs Fitnessstudio sein.

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