Feuerwehr mit arbeitsreichem Wochenende

Brand, Gas und Kind in Not

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Nein, hier brennt nicht nur der Außenkamin: Der Brand in einer Doppelgarage machte am Freitagnachmittag den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr erforderlich. Es war der Auftakt eines arbeitsreichen Wochenendes.

Langen - Arbeitsreiches Wochenende für die Freiwillige Feuerwehr: Die Einsatzkräfte hatten es mit einem Garagenbrand, dem Austritt des giftigen Gases Kohlenmonoxid sowie einem kleinen Mädchen in einer ungewöhnlichen Notlage zu tun. Von Markus Schaible

Als andere am Freitagnachmittag ins Wochenende gingen, begann für die Feuerwehr Langen eine Serie von Einsätzen, die wieder einmal eine enorme Bandbreite an Anforderungen an die Einsatzkräfte stellte. Es begann ganz „klassisch“ mit einem Feuer: In der Neckarstraße kam es kurz nach 15 Uhr zu einem Brand in einer Doppelgarage. Die Feuerwehr rückte mit sechs Fahrzeugen an und hatte die Flammen schnell unter Kontrolle. Der geruhsame Abend war dann um 21.26 Uhr beendet: „Unklare Rauchentwicklung“ am Hegweg lautete die Meldung, die die Besatzung von drei Fahrzeugen in Langens Osten ausrücken ließ. Festgestellt werden konnte allerdings trotz intensiver Suche nichts.

Durchschlafen war dann auch nicht möglich: Um 0.12 Uhr am Samstagmorgen mussten Einsatzkräfte in der Voltastraße den Rettungsdienst unterstützen. Ein Patient konnte nicht durch das Innere des Hauses ins Freie gebracht werden, deshalb kam der Teleskopmast zum Einsatz. Mit dabei, weil der Ort des Geschehens auf der Westseite der Stadt lag, waren auch Kräfte der Egelsbacher Feuerwehr.

Ebenfalls in der Nacht auf Samstag dann ein ungewöhnlicher Einsatz: Die chirurgische Ambulanz der Asklepios Klinik rief die Feuerwehr zur Hilfe, weil zwei Ringe vom Finger eines kleinen Mädchens zu entfernen waren. Das Kind war, wie der stellvertretende Stadtbrandinspektor Christian Buchold zu berichten weiß, am Abend zuvor mit seinen Eltern auf einer Hochzeit gewesen. Dabei versuchte das Mädchen beim Spielen, zwei Ringe übereinander zu ziehen – mit der Folge, dass sich beide nicht mehr entfernen ließen. „Die Angehörigen haben dann zuerst versucht, sie mit Hilfe von Seife vom Finger zu bekommen“, so Buchold. Als das nicht gelang und der Finger immer weiter anschwoll, suchte die Familie die Notaufnahme auf. Doch auch die Ärzte dort hatten keinen Erfolg – und riefen kurz vor halb fünf die Feuerwehr. Mit einer kleinen Handfräse konnte dem Kind schließlich geholfen werden. „Wir mussten dabei natürlich extrem vorsichtig vorgehen, um die Haut nicht zu verletzen“, so Buchold. Insgesamt dauerte die Rettungsaktion eine gute Stunde.

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Zum Glück ohne gravierende Folgen blieb auch der Kohlenmonoxidalarm am Samstagnachmittag. In einem Einfamilienhaus in der Margaretenstraße trat durch einen Defekt an der Heizungsanlage das geruchslose, aber tödliche Gas aus. Da die Anlage allerdings mit einem Messgerät ausgerüstet ist, wurde sofort Alarm ausgelöst. Beim Eintreffen der Feuerwehr gegen 14.30 Uhr warteten die Bewohner bereits vor dem Gebäude – „sie haben alles richtig gemacht“, lobt Buchold. Der Rettungsdienst untersuchte sie vorsorglich. Einsatzkräfte unter Atemschutz schalteten die Heizungsanlage ab, lüfteten das Gebäude und nahmen Messungen vor. Anschließend kümmerte sich ein Fachmann um den Defekt.

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