Dr. Jan Werner, parteiloser Bürgermeisterkandidat

Wirtschaftsförderung als Chefsache

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Dr. Jan Werner und seine Frau, Dr. Nataliia Tuchkova, sind gerne im Feinkost Palazzo in der Bahnstraße zu Gast.

Langen - Wir bieten den Bürgermeisterkandidaten die Möglichkeit, ihre Wahlprogramme mit eigenen Worten vorzustellen. Heute stellt Jan Werner seine Schwerpunkte und Ziele vor.

Wirtschaftsförderung muss wieder Chefsache werden: Ausbau der Internetverbindung; neue Unternehmen für Langen anwerben; Freiflächen links und rechts der Bahn nur für Gewerbeansiedlung nutzen. Mehr Kinderlachen in Langen: Keine einkommensabhängigen Kindergartengebühren; Kinderbetreuung weiter ausbauen. Keine Straßenbeitragssatzung: Die Bürger werden schon genug von Steuern und Gebühren belastet.

Öffentlichen Nahverkehr weiter ausbauen: Kleinere Busse und höhere Frequenzen statt Großraumbusse zu jeder Uhrzeit; einen direkten Zugang zum Langener Waldsee mit einem Elektrobus. Intakte Wohnstruktur im Neurott erhalten: Keine Gewerbefläche auf dem Kronenhof, weil nicht noch mehr Grün ums Neurott vernichtet werden darf; die geplante Bebauung in das Waldgebiet verhindern. Aufgrund des Ausbaus der B486 sowie der geplanten Erweiterung der Kiesgrube muss der bestehende Wald in Langen geschützt werden.

Oberlinden und Linden sinnvoll gestalten: Die angespannte Parkplatzproblematik im Ginsterbusch mit den genossenschaftlichen Immobilienbesitzern entschärfen, notfalls auch über ein einfaches Parkdeck; eine Verdichtung der Grundstücke im Linden verhindern, die Vorkommnisse wegen eines privaten Bauträgers in der Mierendorffstraße sollten abschreckend genug gewesen sein. Die Parkplatzmarkierungen im Oberlinden instand setzen.

Altstadt – unsere Visitenkarte verschönern: Die Altstadtsatzung darf kein politisches Feigenblatt sein. Zahlreiche Fachwerkhäuser werden von ihren Bewohnern unter großem Aufwand liebevoll erhalten. Deshalb muss die städtische Bezuschussung für die Fachwerkhäuser überarbeitet werden. Mit dem Besitzer des Scherergeländes den Dialog suchen, statt weiter tatenlos zuzusehen, wie die Gebäude verfallen und nur ein Teil genutzt wird. Einer Einbahnstraßenregelung für die Obergasse und der Bruchgasse stehe ich sehr positiv gegenüber. Gleichzeitig würde ich aber eine geänderte Straßenführung nur mit allen Vertretern der Altstadt im Konsens umsetzen.

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Steinberg – ruhiges Wohnen am Hang erhalten: Dank des Bürgerentscheids in Langen im Jahre 2009 konnte die Vollprivatisierung des Flugplatzes Egelsbach verhindert werden. Im Herbst des Jahres 2012 versuchte der amtierende Bürgermeister Gebhardt dennoch, die städtischen Anteile nach Ablauf der Bindefrist des Bürgerentscheids zu veräußern – ohne Erfolg. Ich halte diesen Versuch, der sich klar gegen den Bürgerwillen richtete, für einen Skandal. Als künftiger Bürgermeister würde ich den Bürgerentscheid respektieren. Auch die existierende Lärmbelastung sehe ich keineswegs als Bagatelle an. Als Bürgermeister würde ich den Dialog mit allen Beteiligten suchen und einen Ausgleich zwischen dem privaten, wirtschaftlichen Interesse und dem Gemeinwohl der Bürger am Steinberg mitgestalten.

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