Sanierung des Hegwegs

Die Bürger müssen bezahlen

Langen - Die Sanierung des Hegwegs ist das erste Vorhaben, das über die neue Straßenbeitragssatzung abgerechnet wird.

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Das bedeutet, dass die Anlieger in der sogenannten Kernstadt – das ist das Stadtgebiet östlich der Bahnlinie – Anfang 2019 jeweils einen Gebührenbescheid erhalten. Weil sich die Kosten auf viele Schultern verteilen und die Stadt selbst ihren Gemeindeanteil (mindestens 25 Prozent) bezahlt, brauche sich aber niemand vor hohen Beträgen zu fürchten, sagt zumindest der Magistrat. Erster Stadtrat Stefan Löbig rechnet einschließlich Kanal und Versorgungsleitungen mit Gesamtkosten von mehr als einer Million Euro. Der Anteil für den Straßenbau – und nur für ihn gilt die Satzung – dürfte nach der bisherigen Kalkulation bei 260.000 Euro liegen. Wie viel der einzelne Haus- und Wohnungseigentümer zahlen muss, hängt unter anderem von der Anzahl der Geschosse auf seinem Grundstück ab. Straßenbeiträge können weder über die Nebenkosten auf die Mieter umgelegt werden noch berechtigen sie zu einer Mieterhöhung.

Nach Löbigs Angaben werden allenfalls jährliche Summen im unteren dreistelligen Bereich auf die Betroffenen zukommen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte zudem beschlossen, die Belastung per anno grundsätzlich auf 35 Cent pro Quadratmeter Veranlagungsfläche zu begrenzen. „Durch die Einnahmen aus der Straßenbeitragssatzung sind wir in der Lage, intakte Verkehrswege zu gewährleisten, die zur Attraktivität Langens als Wohn- und Gewerbestandort maßgeblich beitragen“, betont Löbig.

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Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich für wiederkehrende Beiträge entschieden. Die Straßenbaukosten werden dabei auf alle Grundstücksbesitzer eines Abrechnungsgebiets verteilt. Dieses Solidaritätsprinzip bewirkt, dass die Beiträge bei den Einzelnen vergleichsweise niedrig ausfallen, da alle Anlieger im Abrechnungsgebiet einen Anteil übernehmen – allerdings „wiederkehrend“, also immer dann, wenn in ihrem Gebiet eine Straße an der Reihe ist. Die Alternative wären einmalige Beiträge, mit denen nur die unmittelbaren Anlieger der baufälligen Straße zur Kasse gebeten werden – wobei schnell mal fünfstellige Summen für den Einzelnen zustande kommen können.

Rubriklistenbild: © dpa

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