Neujahrsempfang der Stadt

Bürgermeister Gebhardt sieht Langen auf einem guten Weg

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Die Rede von Bürgermeister Frieder Gebhardt beim Neujahrsempfang der Stadt wurde erstmals mit Karikaturen von Jörg Buxbaum illustriert (hier zur „zarten Bande“ mit Egelsbach im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit). Für die musikalische Umrahmung sorgte Sängerin Nina Rose (unten) mit ihrer Band.

Langen - Zuversichtlich in die Zukunft: Beim Neujahrsempfang der Stadt hat Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD) am Donnerstagabend vor gut 400 geladenen Gästen in der Stadthalle eine positive Bilanz der vergangenen Monate gezogen. Die Arbeit der zurückliegenden Jahre trage nun Früchte – Langen sei auf einem guten Weg, die Krise hinter sich zu lassen. Von Markus Schaible

„Langen wächst, ist erfolgreich, anziehend und attraktiv.“ Der Optimismus bei Frieder Gebhardt war nicht zu überhören beim Neujahrsempfang: „Menschen suchen Wohnorte wie Langen und Unternehmen schätzen die vielen Vorteile, die ihnen unsere Stadt als Standort bietet.“ Den Bürgern werde „eine grundsolide Ausstattung in einem prosperierenden Gemeinwesen“ geboten. „Die Menschen bekommen viel und vermissen wenig.“ Und die Stadt tue gut daran, das Niveau der Infrastruktur zu erhalten und keine Abstriche zu machen. „Ich bin sehr froh, dass darüber in der Stadtverordnetenversammlung weitgehend Konsens besteht – sehr froh darüber, dass Langen nicht kaputt gespart wird“, so der Bürgermeister. Dass die Langener das unter anderem mit einer weiteren Erhöhung der Grundsteuer bezahlen müssen, sei derzeit nicht zu ändern – leicht gefallen aber sei dieser Schritt keinem der Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, betonte Gebhardt.

Die deutliche Mehrheit bei der Verabschiedung des Etats 2017 mache ihn „ausgesprochen zuversichtlich, dass wir den Kurs halten können und letztendlich zu einer Koalition der Vernunft zurückfinden“, so der Verwaltungschef. „Wenn der Wettstreit um die besseren Argumente sich als konstruktive Zusammenarbeit darstellt, dann sind wir auf dem richtigen Weg.“

Es gebe allerdings auch Aufgaben, die andere lösen müssten, dabei aber nach seinem Empfinden zu wenig tun, kritisierte Gebhardt. Konkret benannte er den noch immer nicht absehbaren Ausbau der B 486 („ob zwei- oder vierspurig, sei dahingestellt“) und die Trasse der Regionaltangente, die in Buchschlag enden soll („ein schlechter Witz“). Kritikpunkte, die beim anschließenden Umtrunk durchaus zwiespältig diskutiert wurden. Gibt es doch Langener, die der Verwaltung in der Vergangenheit Versäumnisse bei der Bahnlinie vorwerfen. Ebenso wie solche, die den Vorstoß von SPD und Grünen für einen nur zweispurigen Ausbau der Bundesstraße als kontraproduktiv für den Planungsfortgang ansehen.

Kritisch setzte sich Gebhardt in seiner Rede auch mit dem allgemeinen Weltgeschehen auseinander. Sorge bereite ihm, dass nationale Egoismen immer mehr Anhänger finden, ebenso wie aggressive rechte Populisten. Demgegenüber bleibe Langen seiner weltoffenen Einstellung treu.

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Rund 50 Minuten sprach der Bürgermeister, stellte dabei den Einsatz von mehr als 200 Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit ebenso heraus wie das Engagement der Initiative Citymarketing („Mit Willenskraft, Fantasie und der gebündelten Energie zahlreicher Akteure kommt neuer Schwung in unsere Stadt“). Weil aber ein Bild manchmal mehr sagt als viele Worte, gab es für die Besucher des Empfangs erstmals parallel zur Rede etwas zu sehen: Jörg Buxbaum, Karikaturist unserer Zeitung, hatte einige aktuelle Geschehnisse in launige Zeichnungen gepackt – dafür gab es nicht nur ein Geschenk, sondern auch reichlich Applaus.

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