Mein Wahlprogramm

Bürgermeisterwahl Langen: Klimaschutz hat oberste Priorität

Stefan Löbig

Das sind die Schwerpunkte im Wahlprogramm von Stefan Löbig (Grüne) zur Bürgermeisterwahl in Langen.

Langen – Klimaschutz wird in meiner Agenda als Bürgermeister ganz vorne stehen. Mein Ziel ist es, Langen bis 2040 auf einen möglichst klimaneutralen Weg zu bringen. Dazu müssen wir an vielen Stellschrauben drehen und viele Partner ins Boot holen. Ich möchte daher im Rathaus einen hauptamtlichen Klimamanager installieren, der die notwendigen Schritte koordiniert und die Ressourcen bündelt. Wärme- und Stromerzeugung möchte ich möglichst klimaneutral gestalten.

Wo möglich, werden wir Sonnenenergie mit Photovoltaik oder Solarthermie nutzen, um fossile Energieträger zu ersetzen. 400 Bäume im öffentlichen Raum sind im letzten August-Sturm verloren gegangen. Die möchte ich möglichst schnell durch klimaverträglichere Arten ersetzen und den Baumbestand darüber hinaus erhöhen. Städtische Grünflächen werden insektenfreundlich umgestaltet und wir schaffen weitere Retentionsflächen für Starkregenereignisse. Ich habe mich auch aus klimapolitischen Erwägungen immer gegen die großflächige Rodung am Langener Waldsee zugunsten des Kiesabbaus ausgesprochen. Dabei bleibe ich.

In der Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen sind wir auf der Zielgeraden. Viele neue Gruppen sind durch Neu- oder Anbauten von Tagesstätten entstanden. Einige weitere Projekte haben wir ganz konkret in der Pipeline und noch viel mehr Ideen. Ich möchte die lokale Wirtschaft und andere Partner bei der Kinderbetreuung stärker mit einbinden. Bis Ende 2023 werde ich die Wartelisten in den Kindertagesstätten auf null bringen.

Mit ihren eigenen Worten
Die Themen, die in Langen in der nächsten Zeit wichtig sind, sind hinlänglich bekannt. Dennoch setzt jeder der sechs Bewerber um das Bürgermeisteramt unterschiedliche Schwerpunkte. Genau deshalb bieten wir ihnen die Möglichkeit, ihre Wahlprogramme mit eigenen Worten vorzustellen. Unsere einzige Vorgabe war: maximal 3200 Zeichen. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Texte auch stilistisch – wir haben sie nicht überarbeitet, sondern lediglich Korrektur gelesen. Wir werden an jedem der sechs Erscheinungstage in dieser Woche ein Programm veröffentlichen – die Reihenfolge haben wir ausgelost. Ein Video davon gibt es auf Facebook.

Ich werde mich auch weiterhin intensiv um die Fördervereine kümmern, die heute schon einen wichtigen Beitrag zur Nachmittagsbetreuung unserer Schulkinder leisten. Kinderbetreuung muss aber auch bezahlbar und sozial gerecht bleiben. Ich möchte daher zu einer einkommensabhängigen Gebührenstaffelung zurückkehren. Über die Hälfte der Eltern haben seinerzeit über Jahre von stabilen Beiträgen profitiert. Und dass starke Schultern mehr tragen können als schwache, halte ich immer noch für ein überzeugendes Argument. Mir schwebt aber in der Umsetzung ein deutlich einfacheres, transparenteres und verwaltungsfreundlicheres Gebührensystem vor.

Langen ist ein für Wirtschaft und Gewerbe interessanter Standort mit einer wachsenden Anzahl an Arbeitsplätzen und einer überdurchschnittlichen Kaufkraft. Als Bürgermeister werde ich das Thema auch weiterhin zur Chefsache machen. Ich wünsche mir noch mehr kleine innovative Unternehmen und Gründer. Für die werden wir passgenaue Gewerbeflächen entwickeln, das wird eine meiner ersten Amtshandlungen sein. Den wirtschaftlichen Erfolg auf viele standorttreue Schultern zu verteilen, scheint mir eine kluge Strategie für die Zukunft.

Aktuelle Projekte wie der Technologiepark oder der Multipark sind ebenfalls wichtige Bausteine in dieser Strategie. Durch Ansiedlungen in der Pittlerstraße und an der Winkelwiese haben wir den Einzelhandel in Langen gestärkt. Mehr und mehr Kaufkraft bleibt in der Stadt und sichert Arbeitsplätze. Durch das Einzelhandelszentrum in der Liebigstraße und das „Stadtquartier“ in der Bahnstraße werden wir auch den innerstädtischen Einzelhandel unterstützen.

Infos im Internet: stefan-loebig.de

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