Soziale Infrastruktur ausbauen

Mein Wahlprogramm: Heute von Einzelbewerber Joost Reinke

Joost Reinke
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Joost Reinke

Bürgermeisterwahl in Langen: In der Reihe „Mein Wahlprogramm“ stellt heute Einzelbewerber Joost Reinke sein Wahlprogramm vor.

Langen –  Das sind die Schwerpunkte im Wahlprogramm von Joost Reinke: Ausbau der sozialen Infrastruktur: Mehr Kita-Plätze und Betreuungsangebote für Grundschulkinder, Spielräume wie die Juki-Farm fördern, kinder- und hausärztliche Versorgung – im Kontakt mit Verantwortlichen aus dem Gesundheitswesen – voranbringen.

Langen braucht – nicht nur beim Thema Klima – ein politisches Umdenken. Politische Entscheidungen müssen künftig unter einem „Klimavorbehalt“ bedacht werden. Langen braucht mehr Bäume. Der Bannwald muss geschützt werden. Hausdächer könnten begrünt, Beton- oder Asphaltwege könnten „entsiegelt“ und für die Natur zurückgewonnen werden. „Urban Gardening“ sollte gefördert werden. Wenn Häuser in Langen gebaut werden, ist dabei auf Klima- und Sozialverträglichkeit zu achten. Baugenossenschaften sind freien Investoren vorzuziehen.

Langen braucht ein tragfähiges Verkehrskonzept – die Regionaltangente West muss bis Langen realisiert werden. Buspläne sollten dem Bedarf von Bürgern – soweit irgend möglich – angepasst werden. Langen soll fahrrad- und fußgängerfreundlicher werden. In Kooperation mit dem ADFC soll das Fahrradnetz ausgebaut werden.

Grund- und Gewerbesteuern müssen in ein gesundes Verhältnis gebracht werden. Die Lasten dürfen nicht einseitig aufs Wohnen abgewälzt werden. Klein- und mittelständische Unternehmen, die in Langen Gewerbesteuern zahlen, sollten gefördert werden. Sie sind multinationalen Unternehmen, die ihre Steuern irgendwo im Ausland verrechnen, vorzuziehen.

Die Stadtverwaltung soll bürgernäher werden und sich insgesamt als Dienstleister verstehen. Sie darf sich kritischen Rückfragen ihrer Bürger nicht verschließen, sondern soll den Dialog suchen. Insgesamt muss in der Verwaltung proaktiver gedacht und geplant werden. Das bedeutet: mehr nach vorne zu schauen und sich nicht rückwärtsgewandt an veralteten Zahlen und Modellen zu orientieren. Dazu gehört auch, frühzeitig auf geplante Bundesgesetze und EU-Vorgaben zu achten und diese in die kommunalen Überlegungen mit einzubeziehen.

Der Ausländerbeirat soll – analog zum Jugendparlament – stärker in der Stadtverordnetenversammlung vorkommen.

Kulturelle Werte, zum Beispiel historische Gebäude, gilt es zu bewahren. Langen braucht, neben den hauptamtlichen Bauplanern, einen ehrenamtlichen Architekturbeirat, der die Stadtentwicklung sachkundig begleitet und „Bausünden“ verhindern hilft.

Langen braucht einen mutigen Bürgermeister, der die Anliegen der Stadt bei übergeordneten Stellen mit Nachdruck vertritt. Die hessische Landesregierung muss dazu gebracht werden, ihrer Verpflichtung nachzukommen, die Kommunen auskömmlich zu finanzieren (vgl. Art. 137 der hessischen Verfassung). Im Verbund mit anderen hessischen Kommunalvertretern werde ich mich dafür stark machen, dass das Land die laufenden Kitakosten übernimmt. Jede Entlastung an dieser Stelle hilft den Kommunen und stärkt die kommunale Selbstverwaltung.

Und zum guten Schluss: Langen braucht engagierte Einwohner. Menschen, wie Sie, liebe Leser, die mitdenken und mithelfen wollen unsere Stadt lebens- und liebenswert zu erhalten. Ich bin Ihnen für jeden Ratschlag und für jede Unterstützung dankbar.

Infos im Internet joostreinke.de

Mit ihren eigenen Worten

Die Themen, die in Langen in der nächsten Zeit wichtig sind, sind hinlänglich bekannt. Dennoch setzt jeder der sechs Bewerber um das Bürgermeisteramt unterschiedliche Schwerpunkte. Genau deshalb bieten wir ihnen die Möglichkeit, ihre Wahlprogramme mit eigenen Worten vorzustellen. Unsere einzige Vorgabe war: maximal 3200 Zeichen. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Texte auch stilistisch – wir haben sie nicht überarbeitet, sondern lediglich Korrektur gelesen. Wir werden an jedem der sechs Erscheinungstage in dieser Woche ein Programm veröffentlichen – die Reihenfolge haben wir ausgelost. Ein Video davon gibt es im Internet auf: facebook.com/langener.zeitung

Eingesperrt in der Notaufnahme: Dieses Szenario war Programm in der Asklepios Klinik in Langen – sie wurde zum Escape-Room.

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