Mein Wahlprogramm: Holger Kintscher (parteilos)

Die Bürger müssen beteiligt werden

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Auf der Boule-Anlage nahe ihres Hauses im Nordosten der Stadt spielen Holger Kintscher und seine Frau Sylvia gerne mal eine Runde.

Langen - Wir bieten den Bürgermeisterkandidaten die Möglichkeit, ihre Wahlprogramme mit eigenen Worten vorzustellen. Heute stellt Holger Kintscher (parteilos) seine Schwerpunkte und Ziele vor.

Die Führung einer Kommune erfordert heute andere Qualitäten und Eigenschaften als vor einigen Jahren. Der Bürger erwartet, dass Entscheidungen transparent und nachvollziehbar sind. Holger Kintscher setzt in seinem Wahlprogramm auf nachhaltige Bürgerbeteiligung. Umgekehrt gilt es, Bürger in Entscheidungsfindungen einzubinden und damit in die politische und gesellschaftliche Verantwortung zu nehmen.

Gelebte Bürgerbeteiligung: Dazu zählt die Einführung eines Bürgerhaushalts, der in jährlichem Turnus durch Experten der Verwaltung vorgestellt und erläutert wird. Zudem sollten Großprojekte ab einem Investitionsvolumen von einer Million Euro vor Beschlussfassung durch die politischen Gremien offengelegt und den Bürgern die Möglichkeit zur Beteiligung gegeben werden.

Wirtschaftsförderung: gehört in die Hände des Bürgermeisters. Der seit fünf Jahren anhaltende Abwärtstrend des Gewerbesteueraufkommens muss gestoppt werden. Ein forciertes, zielgerichtetes Werben um gewerbesteuerzahlende Unternehmen ist hierfür essenziell. Zudem ist es erforderlich, die Attraktivität Langens als Einkaufsstadt spürbar zu stärken. Eine Stelle zur Förderung des innerstädtischen Gewerbes sollte sich vor allem um eine Aufwertung der Bahnstraße kümmern.

Interkommunale Zusammenarbeit: Mit den benachbarten Kommunen gilt es, den gemeinsamen Betrieb von Schwimmbädern, Büchereien, Bauhöfen und Feuerwehren intensiv und konstruktiv auszuloten. Auch auf kultureller Ebene (Koordinierung von Theater- und Musikveranstaltungen) oder durch die Gründung einer gemeinsamen Fuhrpark GmbH eröffnen sich Synergieeffekte.

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Nachhaltigkeit und Umweltschutz: Durch seine zentrale Lage in der Rhein-Main-Region hat Langen eine besondere Verantwortung. Fahrradnutzung und Elektromobilität müssen gefördert werden. Städtische Betriebe sollten eine Vorbildfunktion übernehmen und die Stadtwerke zum Ökostromlieferanten umgestaltet werden. Zum Schutz von Mensch und Natur muss die Rodung des Bannwalds an der Kiesgrube gestoppt werden. Die durch das RP Darmstadt genehmigte Abholzung des Waldes bedroht den Stadtteil Neurott, sorgt für Probleme bei der Luftqualität und führt zu steigender Lärmbelästigung.

Lebens- und liebenswertes Langen : Ziel städtischer Politik muss die Balance zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen sein. Infrastrukturelle Vorhaben dürfen nur für und nicht gegen die Interessen der Bürger erfolgen. Eine lebendige Vereinsstruktur mit Möglichkeiten der Selbstdarstellung (Einführung eines Tages der Vereine) gehört selbstverständlich dazu. Die Integration der in Langen lebenden Ausländer ist eine weitere zentrale Aufgabe.

Demografischer Faktor: Die wachsende Zahl von Senioren erfordert es, entsprechende Wohn-, Versorgungs- und Pflegeangebote bereitzustellen. Eine weitere hemmungslose Erhöhung städtischer Abgaben kann zu einem Anstieg der Altersarmut führen. Ausgewogene Planung von Sozialeinrichtungen für Jung und Alt sowie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für jüngere und ältere Familien ist unverzichtbar.

Politischer Salon in Langen

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