CDU geht es um Werte - und nicht um Wulff

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Bruder Paulus Terwitte war der hochkarätige Gastredner beim CDU-Neujahrsempfang.

Langen (es) - Werte und die Kraft des „C“: Mit Bruder Paulus Terwitte hatte die CDU einen hochkarätigen Gastredner für ihren gut besuchten Bürgerempfang in der Stadthalle gewonnen.

„Das C ist das Vitamin, das einem die Kraft gibt, sich trotz schwerer und kränkender Erfahrungen wieder mit anderen auf einen gemeinsamen und guten Weg einzulassen“, sagte der Kapuzinermönch in seiner gewohnt lockeren und doch mahnenden und ermahnenden Art. Es gehe weder im Leben noch in der Politik ausschließlich darum, das zu tun, was Erfolg bringe, sondern „auch um das, was wir um der anderen Menschen Willen tun müssen“. So hatte der eloquente Ordensmann Gründe für die geringe Wahlbeteiligung parat: „In einer Gesellschaft, in der jeder denkt, dass an jeden gedacht sei, wenn jeder an sich selbst denkt – wer soll da noch zur Wahl gehen?“.

Zuvor hatte der neue Chef der Langener Christdemokraten, Claudius Lips, in seiner Ansprache das alte Jahr Revue passieren lassen, dessen wichtigster Punkt die Kommunalwahl gewesen sei. Der Union sei es gelungen, stärkste Fraktion zu bleiben und die Stadtverordnetenvorsteherin zu stellen. „Die CDU hat gute Arbeit geleistet und wichtige politische Standpunkte durchgesetzt“, so Lips. Der neue Vorstand sei bereit, sich den Herausforderungen in einem sich stark verändernden politischen Umfeld zu stellen. Ziel sei es, „die Bürger von den Ideen und Konzepten der CDU zu überzeugen“. Dabei schränke die angespannte finanzielle Situation die politisch Handelnden ein. Lips wandte sich aber gegen die „reflexartigen Aussagen“ sowie den Ruf nach mehr Geld von Seiten der Grünen und der SPD – „das geht nicht mehr“. Des Weiteren sprach sich der Vorsitzende des Stadtverbandes für eine kommunale Schuldenbremse aus sowie für eine grundlegende Reform der Gewerbesteuer – „ein Ersatz wäre die erhöhte Beteiligung an der Umsatzsteuer“.

Obwohl Langen ein guter Wirtschaftsstandort sei, sei es nicht gelungen, neue Unternehmen anzulocken. Deshalb forderte Lips: „Wir müssen weiter an dem Standort arbeiten.“ Er kündigte an, dass die CDU den Kontakt zu Firmen suchen werde und klären wolle, „was wir für den Wirtschaftsstandort Langen tun können“.

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