Mein WahlprogrammClaudia Trippel, Kandidatin der FWG-NEV

Claudia Trippel, Kandidatin der FWG-NEV: Nur sehr begrenzt Geld für freiwillige Aufgaben

Claudia Trippel
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Claudia Trippel

Langen: Das sind die Schwerpunkte im Wahlprogramm von Claudia Trippel (FWG-NEV).

Langen – Langens finanzielle Lage ist und bleibt mittelfristig schwierig. Nach der Erfüllung der gesetzlichen Pflichtaufgaben wird nur sehr begrenzt Geld für freiwillige Aufgaben zur Verfügung stehen.

Langen wird durch die ausgewiesenen neuen Baugebiete einen starken Bevölkerungsanstieg verzeichnen. Dies bedeutet zunächst ein höheres Einkommenssteueraufkommen. Mehr Einwohner und der demografische Wandel erfordern aber notwendige und kostenintensive Anpassungen in der sozialen Infrastruktur. Insbesondere Kinderbetreuung, Sportentwicklung, Verkehrsentwicklung, Sicherheit und Ordnung werden höhere Kosten verursachen. Spätestens die Sturmereignisse der vergangenen beiden Jahre zeigen: Der Klimawandel ist auch in Langen deutlich spürbar – und erfordert Maßnahmen.

Jeder Euro aus Steuern, Abgaben und Gebühren kann aber nur einmal ausgegeben werden: Deshalb setze ich meine Schwerpunkte auf die Erfüllung der Pflichtaufgaben, die Verbesserung der Einnahmen und der Infrastruktur. Die freiwilligen Angebote für die Bürger, und das ist ein Aspekt der unangenehmen Wahrheit, sind bei seriösem Arbeiten nachrangig. Das bedeutet für mich aber keineswegs ‚Kahlschlag‘, sondern kluges Vorgehen bei Berücksichtigung von Haben und Soll.

Vorrang haben für mich der weitere Ausbau der Kinderbetreuung, die Personalgewinnung und -bindung, Ausbau des Angebots von Tagesmüttern/-vätern und Unterstützung der Schulfördervereine.

Verbleibende Flächen für die Ansiedlung oder Erweiterung kleinerer und mittlerer Gewerbebetriebe müssen erfasst und eine Entwicklung unterstützt werden. Gleichfalls muss der vierstreifige Ausbau der B 486 durch Hessen Mobil vorangetrieben werden. Ein sinnvolles Nebeneinander von Fußgänger-, Rad- und Autoverkehr sowie ÖPNV muss in einem finanzierbaren Rahmen stattfinden. Gewerbeflächen und eine verbesserte Verkehrsanbindung machen den Standort attraktiv und bringen Steuereinnahmen. Der Anschluss Langens an die Regionaltangente West (RTW) ist ein wichtiges Ziel, welches die NEV seit 2013 verfolgt.

Für den Klimaschutz müssen die Baumpflanzungen in einem logistisch leistbaren Rahmen fortgeführt werden. Junge, aber vertrocknete Bäume helfen keinem. Soweit Sanierungen kommunaler Gebäude anstehen, sollen diese Maßnahmen möglichst klimaoptimiert erfolgen. Alte, erhaltenswerte Bausubstanz sollte auch erhalten bleiben. Hierfür Bürger und Investoren zu interessieren, ist ein lohnenswertes Ziel. Langen wäre gut beraten, wenn Individualität auch im Alten erkannt wird und sich nicht nur auf den Baustilmix der Bahnstraße beschränkt.

Die freiwilligen Angebote einer wachsenden Stadt müssen zukunftsfähig gelenkt werden (z. B. Anpassung des Angebots der Musikschule/VHS und der Kooperation der Vereine für die steigende Einwohnerzahl, Sportentwicklung, Erhalt der Bäder).

Weitere Möglichkeiten effektiver interkommunaler Zusammenarbeit müssen ausgelotet werden. Eventuelle Strukturveränderungen innerhalb der Verwaltung werden mit und nicht gegen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geleistet.

Infos im Internet

fwg-nev.de

Mit ihren eigenen Worten 

Die Themen, die in Langen in der nächsten Zeit wichtig sind, sind hinlänglich bekannt. Dennoch setzt jeder der sechs Bewerber um das Bürgermeisteramt unterschiedliche Schwerpunkte. Genau deshalb bieten wir ihnen die Möglichkeit, ihre Wahlprogramme mit eigenen Worten vorzustellen. Unsere einzige Vorgabe war: maximal 3200 Zeichen. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Texte auch stilistisch – wir haben sie nicht überarbeitet, sondern lediglich Korrektur gelesen. Wir werden an jedem der sechs Erscheinungstage in dieser Woche ein Programm veröffentlichen – die Reihenfolge haben wir ausgelost. Ein Video davon gibt es im Internet auf:  facebook.com/langener.zeitung

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