Österliche Schoko-Kreation

Condit Couture aus Langen landet mit Corona-Hasen einen Volltreffer

Schokohäschen mit Mundschutz: Konditor Jesco Mann zeigt stolz die Hasen, die momentan viel gefragt sind. Er und sein Geschäftspartner Jens Schönfelder haben die Produktion kurz vor Ostern noch mal hochgefahren.
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Schokohäschen mit Mundschutz: Konditor Jesco Mann zeigt stolz die Hasen, die momentan viel gefragt sind. Er und sein Geschäftspartner Jens Schönfelder haben die Produktion kurz vor Ostern noch mal hochgefahren.

Die Schoko-Osterhasen aus Langen tragen ein beliebtes Accessoires - und wurden so zum Verkaufsschlager.

  • Ein Konditor aus Langen hat mit seiner Schoko-Kreation einen Hit gelandet
  • Die Corona-Häschen wurden schnell zum Verkaufsschlager
  • Die Osterhasen sind mit einem besonderen Accessoire ausgestattet

Langen – Dieses Jahr ist am Osterfest alles anders, da darf es auch mal ein etwas anderer Schokohase sein. Das dachten sich auch Jesco Mann und Jens Schönfelder von Condit Couture und verpassten ihren Osterhäschen einen schokoladigen Mundschutz. 

Dass diese witzige Idee ein Verkaufsschlager werden sollte, ahnten die beiden Konditoreibetreiber nicht. „Wir haben die Schokohasen mit Mundschutz fotografiert und auf unsere Facebook-Seite gestellt – dann ging’s ab“, erzählt der Werbefachmann Schönfelder fröhlich, der mit dem Konditor Mann vor fünf Jahren mit der Backstube in Langen startete.

Auch Kritik für die Corona-Häschen aus Langen

Die jungen Unternehmer, die mittlerweile in der Langener Bahnstraße, in Egelsbach (Taunusstraße) und auf dem Frankfurter Römerberg Cafés betreiben, haben überlegt, wie man den Verkauf vor dem von der Pandemie gebeutelten Fest ankurbeln könnte. „Wir hatten Sorge, ob wir überhaupt unsere produzierten Schokofiguren verkaufen können“, gibt Schönfelder zu. Die Idee von „Klorollen-Kuchen“, die einige Konditoren in diesen Tagen umgesetzt haben, fand das Duo unattraktiv. 

„Dann kamen wir darauf, unsere Hasen mit Mundschutz auszustatten“, sagt Schönfelder. Mit dieser Idee seien sie natürlich nicht die Einzigen. So hatte unter anderem ein Unternehmen aus der Westpfalz mit seinen Schokohasen – ausgestattet mit Mundschutz und Klopapierrolle – für Lacher, aber auch für viel Kritik und Empörung gesorgt.

Konditorei in Langen kommt mit Produktion kaum nach

Auf ihre „Corona-Häschen“ haben die Macher von Condit Couture bisher aber hauptsächlich positive Resonanz bekommen, erzählt Schönfelder. Sie werden mit der üblichen Hingabe hergestellt, nur eben mit dem einen augenzwinkernden Detail. „Ich glaube, das ist das Besondere an unseren Hasen – die Leute identifizieren sich einfach mit ihnen“, meint der Inhaber. Anscheinend lösten die süßen Häschen bei den Kunden große Glücksgefühle aus.

Es gibt sie in der Ursprungsvariante als Häsin, die einen Korb voller Eier trägt, und als Hasen-Mann mit Karotten im Arm. Die Atemschutzmaske mit ihren Bändern wird dann mit weißer Schokolade aufgebracht. „Natürlich in Handarbeit“, sagt Schönfelder. Mit 800 Stück habe man die Produktion erst einmal getestet – ursprünglich sollten die „Corona-Hasen“ vor allem die Schaufenster aufpeppen, aber die Nachfrage war schnell so groß, dass die Konditorei „überrannt“ wurde.

Condit Couture aus Langen spendet für guten Zweck

Derzeit produziert Condit Couture noch einmal 2 500 Corona-Häschen. „Das ist für so einen kleinen Betrieb wie unseren schon eine Herausforderung“, sagt Schönfelder. Aber die Inhaber haben ihr gut 30-köpfiges Team vorher gefragt, das habe die Herausforderung gerne angenommen. „Alle haben gesagt ,Klar, das schaffen wir!‘ Wir haben echt eine Bombentruppe“, lobt der Chef. Gerade seien die Mitarbeiter so quasi rund um die Uhr beschäftigt, um die Nachfrage im Ostergeschäft zu bedienen. Und das parallel zur normalen Produktion und dem Mittagstischangebot in Langen und Egelsbach.

Schönfelder betont aber auch: „Es ist für uns ein großartiges Glück, gerade mit solchen Ideen gut beschäftigt zu sein.“ Viele kleinere Unternehmen haben aktuell Probleme, die Krise zu überstehen, wissen nicht, wie sie ihre Mieten und die Löhne für die Mitarbeiter zahlen sollen und müssen staatliche Hilfen beantragen. Davon dürfte ihr Betrieb wohl verschont bleiben. „Wir haben als Konditorei das Glück, dass wir unsere Läden weiter offen halten dürfen, da müssen wir aber eben auch kreativ sein“, sagt Schönfelder.

Um etwas zurückzugeben und ein Zeichen für Zusammenhalt zu setzen, will Condit Couture außerdem pro verkauftem Hasen einen Euro für einen guten Zweck spenden. An welche Organisation genau, das soll im Team entschieden werden. „Ganz demokratisch unbürokratisch“, so Schönfelder.

VON JULIA RADGEN

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