Kreis errichtet an Langener Grundschule Interimsquartier während Bau der Erweiterung

Containerdorf für Sonnenblumenschule

Auf dem Parkplatz an der Hans-Kreiling-Allee soll das Containerdorf für die Sonnenblumenschule (mittig im Hintergrund) entstehen. Links ist das Sportzentrum Nord zu sehen, rechts das Familienzentrum mit Schulkindbetreuung, das für den Erweiterungsbau abgerissen wird. Die Bauarbeiten für diesen sollen im Herbst 2021 beginnen.
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Auf dem Parkplatz an der Hans-Kreiling-Allee soll das Containerdorf für die Sonnenblumenschule (mittig im Hintergrund) entstehen. Links ist das Sportzentrum Nord zu sehen, rechts das Familienzentrum mit Schulkindbetreuung, das für den Erweiterungsbau abgerissen wird. Die Bauarbeiten für diesen sollen im Herbst 2021 beginnen.

Die Sonnenblumenschule im Langener Nordend soll bekanntlich kräftig wachsen. Wenn die Bauarbeiten losgehen, müssen die Kinder interimsmäßig anderenorts unterrichtet werden. Dafür hat der Kreis nun ein Konzept vorgelegt.

Langen – Ein Erweiterungsbau der Grundschule in der Zinkeysenstraße soll ab 2024 Platz für etwa 200 neue Schüler schaffen. Damit will der Kreis als Schulträger auf die steigende Geburtenzahl und den Zuzug von Familien reagieren. Vor den Bauarbeiten soll auf dem Parkplatz der Sonnenblumenschule ein zweigeschossiges Interims-Gebäude aufgestellt werden, wie der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat. In den neuen Räumen können acht Klassen unterrichtet werden. „Wir planen einen dreigeschossigen Erweiterungsbau, doch bis dieser fertig ist, werden wir erst einmal mit einem kleinen Containerdorf als Übergangslösung für mehr Platz sorgen“, sagt Landrat Oliver Quilling. Die Gesamtkosten für dieses Übergangsgebäude mit 700 Quadratmetern Grundfläche inklusive der Miete für drei Jahre liegen bei 1,1 Millionen Euro.

Auf dem Hof der Schule stehen bereits seit rund zwei Jahren Module für vier Klassenzimmer. „Wir können dieses Gebäude aber nicht erweitern, denn der Platz wird für die Erschließung und die Vorbereitung des großen Neubaus gebraucht“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger. Für die Kinder geht es dann von den einen Containern in die anderen: Denn die bestehenden Module an der Sonnenblumenschule sollen im April 2021 während der Osterferien abgebaut werden. „Vorher errichten wir bis Ende März die doppelt so große Containeranlage auf dem Parkplatz vor der Schule“, sagt Jäger.

Grundschule bietet dann Platz für 520 Kinder

Im Interimsbau auf dem Parkplatz können Kinder und Lehrende – ähnlich wie im späteren Neubau – die Flure in den beiden Geschossen als offenen Lernbereich beispielsweise für Projektarbeit nutzen. Die neuen Räume für die Lerngruppen werden mit Akustikdecken ausgestattet, um den Lärm zu reduzieren. Damit es an Sommertagen in den Klassenräumen nicht zu heiß wird, kommt außen an die Fenster der Module ein Sonnenschutz. Die neuen Schulmöbel in den Modulen sollen später im neuen Haus verwendet werden.

Die Sonnenblumenschule ist nach Angaben des Kreises wegen ihrer steigenden Schülerzahlen auf dem Weg zu einer ganztagsfähigen Einrichtung mit fünf Klassen pro Jahrgang. Derzeit werden rund 310 Kinder in 14 Klassen dort unterrichtet. In vier Jahren werden voraussichtlich knapp 520 Mädchen und Jungen die Sonnenblumenschule besuchen.

Jahrgangsübergreifendes Lernen im Cluster

Mit dem Bau der dreigeschossigen Erweiterung auf dem Hof soll im Herbst 2021 begonnen werden. Um Platz zu schaffen, wird das Familienzentrum abgerissen und die Schulkindbetreuung im alten Schulgebäude untergebracht. Auf einer Fläche von rund 4 200 Quadratmetern entstehen im Neubau fünf Lerncluster, um einen jahrgangsübergreifenden Unterricht zu ermöglichen. „Zum Neubau gehören außerdem eine Mensa und eine Aula. Wenn alles klappt, werden wir das neue Schulgebäude Anfang 2024 eröffnen“, sagt Erste Kreisbeigeordnete Jäger. Von Julia Radgen

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