Datenpanne in Langen

Falsches Bild – richtiger Strafzettel

Langen - Datenpanne in der Stadtverwaltung: Temposünder haben nach Radarkontrollen Strafzettel mit falschen Beweisfotos zugeschickt bekommen. Knapp 300 Autofahrer sind davon betroffen. Von Markus Schaible 

„Hey, das bin ja gar nicht ich“ – wer beim Blick auf das Foto, das Strafzetteln für zu schnelles Fahren beigefügt ist, gehofft hatte, dass der Kelch noch einmal an ihm vorübergegangen ist, hat sich zu früh gefreut. Denn, wie Martina Becker, Leiterin des städtischen Referats Ordnung und Verkehr, erklärt: „Der Strafzettel an sich ist richtig, ihm liegt nur das falsche Bild bei.“

Grund sei ein Schnittstellenfehler in einer neuen Software. Denn die Bilder werden den Strafzetteln automatisch zugeordnet – und das hat in knapp 300 Fällen nicht richtig funktioniert. „Aber Tatvorwurf, Geschwindigkeit, Kennzeichen und Verwarnungsgeld sind richtig angegeben“, betont Becker.

Die Stadt habe alle fehlerhaften Vorgänge eingestellt und die Bescheide neu bearbeitet. Wer trotz des falschen Fotos bereits seine 15 Euro bezahlt habe, bekomme keinen zweiten Brief – es sei denn, Überweisung und das Verschicken der Post haben sich zeitlich überschnitten. In diesem Fall bittet Becker um einen kurzen Hinweis per E-Mail an strassenverkehr@langen.de. Wer noch nicht auf den ersten Strafzettel reagiert hat, bekommt einen zweiten, muss aber natürlich nur einmal bezahlen. Ganz drumrum kommt er aber nicht.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / Fredrik Von E

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