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Ausschüsse einstimmig für Einrichtung einer Kita an der Klinik in Langen

Reichlich Fläche vorhanden: Im Anschluss an den Parkplatz soll (rechts) die Kita an der Asklepios Klinik entstehen.
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Reichlich Fläche vorhanden: Im Anschluss an den Parkplatz soll (rechts) die Kita an der Asklepios Klinik entstehen.

Es fehlt nur noch das Votum der Stadtverordnetenversammlung. Probleme könnte es aber bei einer anderen Frage geben, die viele Eltern beschäftigen dürfte.

Langen – Der Weg für eine Kindertagesstätte an der Asklepios Klinik ist auf politischer Ebene so gut wie frei: Sowohl der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport als auch der Haupt- und Finanzausschuss stimmten in einer gemeinsamen Sitzung dem Konzept und dem Vertrag mit dem freien Träger Terminal for Kids gGmbH (TfK) einstimmig zu. Ein endgültiges positives Votum in der nächsten Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 19. März, ist damit nur noch Formsache.

Monica Calise (zentrale pädagogische Fachberatung) und Björn Hörnle (kaufmännischer Leiter) stellten Terminal for Kids im Allgemeinen und die geplante Einrichtung auf dem Gelände der Asklepios Klinik im Speziellen ausführlich vor. Geplant ist bekanntlich eine Kita mit 161 Plätzen (125 für Kinder von drei bis sechs Jahren und 36 für Ein- bis Dreijährige) – mindestens 75 Prozent davon soll die Stadt belegen können, maximal 25 Prozent (40 Plätze) stehen Langener Firmen offen.

Dabei hat natürlich vorrangig die Klinik Interesse (sie rechnet laut Hörnle mit 30 benötigten Plätzen), aber es gebe auch bereits Gespräche mit anderen Unternehmen, erfuhren die Kommunalpolitiker aus dem zuständigen städtischen Fachdienst. Hörnle erklärte auf entsprechende Nachfragen, dass die Zahl der bereitgestellten Betriebskitaplätze den Erfahrungen aus anderen Einrichtungen entspreche. Und die städtische Fachbereichsleiterin Helga Uhl sekundierte: „Das deckt den aktuellen Bedarf von Firmen.“

Dabei hatte Hörnle auch ein Lob für die Stadt parat: Während TfK normalerweise mit ausgesprochen langen Öffnungs- und kurzen (Ferien-) Schließzeiten punkten könne, seien diese schon jetzt in den städtischen Einrichtungen „außergewöhnlich für die öffentliche Hand“. „Wir sind Teil der Gemeinden“, stellte Calise klar, dass TfK Wert auf ein gutes Miteinander legt: „Wir bringen uns ein in den Dingen, die Familien in den Kommunen beschäftigen.“

Besonderes Augenmerk legte Calise in ihrer Präsentation auf die außergewöhnlichen Angebote von TfK. So wird tiergestützte Pädagogik großgeschrieben; neben regelmäßigen Besuchen von Therapiehunden fährt jede Kita einmal pro Monat auf die Farm for Kids in Wiesbaden, wo unter anderem Alpakas, Esel und andere Tiere warten. Und: Jede Einrichtung hat selbst Haustiere. Besonderheiten der TfK-Kitas seien zudem zweisprachige Angebote und die Ernährung komplett mit Bioprodukten.

Der pädagogische Teil war im Sozialausschuss schnell abgehandelt. Ingo Eberhard (Grüne) brachte es auf den Punkt: „Wir sind sehr angetan.“ Weitere Statements gab es nicht, außer dem Wunsch aller Parlamentarier, einmal eine TfK-Kita besuchen zu können.

Der Haupt- und Finanzausschuss hatte Fragen zur vertraglichen Regelung mit dem freien Träger, die aber zur Zufriedenheit der Politiker beantwortet werden konnten. Bleibt die Frage, die eigentlich in den Bauausschuss gehört hätte: „Wie erfolgt die Anfahrt für die Eltern?“, wollte Margrit Jansen (SPD) wissen. Denn die Kita soll hinter dem kostenpflichtigen und regelmäßig sehr vollen Hauptparkplatz des Krankenhauses entstehen. Er könne natürlich nicht für andere sprechen, sagte Hörnle: Aber erstens sei die Stoßzeit der Eltern nicht die der Patienten. Und er wisse, dass die Klinikleitung die Parksituation sowieso ändern wolle.

VON MARKUS SCHAIBLE

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