Vor 50 Jahren wurde Klinik eröffnet

Patient im Mittelpunkt

+
Hereinspaziert: Der Eingangsbereich des damaligen Dreieich-Krankenhauses, in das Land und Kreis insgesamt 40 Millionen D-Mark investierten.

Langen - Als das „Dreieich-Krankenhaus“ im Juli 1968 seine Pforten öffnete, galt es als sehr modern und fortschrittlich: Personelle Strukturen, medizinische Ausstattung, Ablauforganisation und Architektur waren für damalige Verhältnisse vorbildlich.

Auch zum 50. Geburtstag der Langener Klinik gilt: Dort wird Hochleistungsmedizin von Menschen für Menschen angeboten. Rund 30 Millionen D-Mark investierten der Kreis Offenbach und das Land vor 50 Jahren in den Neubau des Dreieich-Krankenhauses, weitere zehn Millionen in die Gebäude für das Personal. Der Neubau war notwendig, da die Kapazitäten des alten Kreiskrankenhauses in Langen (1894/95 auf dem Gelände des heutigen DRK-Seniorenheims errichtet) völlig unzureichend waren.

Zur Eröffnung hatte die Klinik sechs Abteilungen mit insgesamt 384 Betten zu bieten: Chirurgie, Innere Medizin, Gynäkologie und Geburtshilfe, HNO, eine Infektionsstation und eine Intensivpflegestation. Rund 350 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, darunter 31 Ärzte und 146 Krankenschwestern, Krankenpfleger und Kinderkrankenschwestern. Leitender Direktor war Chefarzt Dr. Bodo-Heinz Wiobeck; erster Verwaltungsleiter war Günter Roller. Auch an die Besucher der Klinik war gedacht: Auf dem neu errichteten Parkplatz standen rund 240 Stellplätze zur Verfügung.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Krankenhaus weiter, wurde in Kreisklinik umbenannt und schließlich 2002 privatisiert. Seit der Übernahme durch den Asklepios Konzern haben sich alle Parameter und auch das Krankenhaus deutlich weiterentwickelt. Das veränderte und immer weiter differenzierte medizinische Angebot gepaart mit den Investitionen in Gebäude- und Medizintechnik sowie Fachkräfte sorgt für einen deutlich stärkeren Zulauf: Vertrauten 2002 rund 10.000 Patienten der Langener Klinik, so stieg diese Zahl im Jahr 2017 auf über 16.000 stationäre und mehr als 30.000 ambulante Patienten an.

Investitionen in den Standort, sowohl personell als auch in die Infrastruktur, waren nach Ansicht der Klinikleitung dafür essenzieller Bestandteil. Zusammen mit dem Land Hessen wurde seitdem das Bettenhaus saniert, die Kardiologie gegründet und erweitert, die Allgemeinchirurgie zu einer bundesweit ausgezeichneten Schwerpunktabteilung ausgebaut, das Brustzentrum zertifiziert, die Radiologie digitalisiert und die Psychiatrische Klinik gegründet.

Auch an der Schnittstelle zur ambulanten Versorgung setzte die Klinik Maßstäbe und gründete gemeinsam mit niedergelassenen Spezialisten das Fachärztezentrum, das heute zehn Praxen und mehrere Gesundheitsdienstleister beheimatet und eine zentrale Anlaufstelle im Landkreis geworden ist.

Die Eröffnung des Dreieich-Krankenhauses war unserer Zeitung eine achtseitige Sonderbeilage wert.

Seit 2016 befindet sich die Klinik nun erneut in der Generalüberholung. „Die ersten Meilensteine machen bereits deutlich, dass der Anspruch von 1968, die beste Medizin zu bieten, 2018 unverändert gilt und im wahrsten Sinne des Wortes untermauert werden soll“, erklärt die Krankenhausleitung. Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen auf rund 2000 Quadratmetern im Erdgeschoss und circa 1000 Quadratmetern im Untergeschoss wurden begonnen, um die Funktionsdiagnostik, das Herzkatheter-Labor, die Endoskopie und das Zentrallabor zu erweitern. Darüber hinaus sind Neuanschaffungen modernster Medizintechnik wie ein zweiter Herzkatheter-Messplatz oder ein 128-Zeilen-CT zentrale Bausteine auf dem Weg in die Zukunft. „Im Fokus stand und steht dabei der Patient und ein optimaler Behandlungsweg“, sagt Geschäftsführer Jan Voigt.

Tag der offenen Tür in der Asklepios Klinik

So sollen im nächsten Schritt bis Ende 2018 Notfall- und Elektivversorgung sowohl ambulant als stationär getrennt werden, zum einen, um Wartezeiten zu minimieren, vor allem aber auch, um jeden Patienten möglichst individuell in seiner Leidenssituation abzuholen.

Sinnbildlich dafür steht die neue zentrale Notaufnahme, die neben einer Erweiterung von neun auf 14 Untersuchungsräume saniert, technisch modernisiert und mit einem neuen, zusätzlichen Schockraum für Schwerstverletzte ausgestattet wird. „Nimmt man all diese Sanierungsmaßnahmen zusammen, haben Asklepios, der Kreis Offenbach und das Land Hessen die Langener Klinik, was das Investitionsbudget angeht, in Summe mindestens zwei Mal neugebaut. Asklepios allein hat seit 2002 über 30 Millionen Euro investiert. Der Fokus auf die bestmögliche Patientenversorgung steht also stets im Mittelpunkt des täglichen Handelns“, so Voigt. (ble)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare