Dreieichschule begeistert bei Konzert

Von Justin Bieber zu slowenischer Folklore

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Teilweise wurde es ziemlich voll auf der Bühne: Insgesamt 230 Dreieichschüler brachten die internationale Liedauswahl mit ihren Stimmen, Instrumenten oder auch tänzerisch zum Ausdruck.

Langen - Auch wenn die Sommerferien diesmal recht früh starten, ließen es sich die Dreieichschüler nicht nehmen, eine musikalische Sommershow auf die Beine zu stellen. Von Timo Kurth 

Unter dem Motto „All Around the World“ präsentierten gut 230 Schüler Lieder aus verschiedensten Teilen der Welt. Nach dem Musicalerfolg im letzten Jahr hatte die Dreieichschule zum Abschluss des Schulkalenders wieder einen bunten musikalischen Abend in der Stadthalle organisiert. Dabei wird wieder einmal deutlich, weshalb das Gymnasium seine musikalische Schwerpunktsetzung verdient hat. 230 beteiligte Schüler präsentieren unter dem Titel „All Around the World“ Stücke, deren Titel und Klang an Orte auf der ganzen Welt erinnern.

Passend zum Motto haben nicht nur einheimische Besucher in der Stadthalle platzgenommen. Eine Delegation der Austauschschule in Oregon (USA) sitzt zur Freude der stellvertretenden Schulleiterin Nicole Ott weit vorne im Publikum. „Herzlich willkommen! Have a nice evening“, sagt sie zweisprachig an die Amerikaner gerichtet.

Das Motto des Abends wird dabei zunächst ganz modern aufs Parkett gebracht. Mit dem Song „All around the World“ von Justin Bieber treffen die Dreieichschüler besonders bei den jüngeren Zuschauern einen Nerv. Gleich zu Beginn legen sie die Messlatte hoch, denn das Publikum in der Stadthalle klatscht freudig mit, als alle Ensembles der Schule den Pop-Hit zum Besten geben.

Aber auch in kleinen Gruppen zeigten die Jugendlichen beim Abschlusskonzert, was sie gesanglich drauf haben.  

Nach einer kurzen Umbaupause geht es kurzerhand ein paar Jahrzehnte zurück in die Vergangenheit und mitten hinein in afro-kubanische Rhythmen. Mit dem Stück „A Night in Tunesia“ spielt die Groove Combo der Schule einen alten Jazzstandard, der durch die Trompeterlegende Dizzie Gillespie bekannt wurde. Vokale Unterstützung erhält die Schul-Bigband, als Sänger Benedikt Jäger und Thomas Boller an der Gitarre den Santana-Hit „Smooth“ neu auflegen. Spätestens, als Sänger Florian Thront einen jungen Frank Sinatra mit dem Welthit „New York“ mimt, ist klar, dass die Musikfachschaft ihr Motto beim Wort nimmt und jede stilistische Facette an diesem Abend zum Zug kommt.

New York als Sinnbild von Multikulturalität bleibt im Konzertverlauf´erhalten. Über den Tellerrand hinausschauen – das ist die versteckte Botschaft des Abends. Denn Hand auf’s Herz, wer kannte bisher schon Werke wie „Sabbe satta sukhitta hontu“? Es handelt sich um ein slowenisches Volkslied, das der Chor der fünften bis siebten Klassen singt. In traditionellen Trachten und mit Musiklehrer Thomas Hentschl am Akkordeon stellen sie gleich mehrere Stücke internationaler Folklore vor.

Mit Liedern wie dem Türkischen Marsch von Beethoven und oder „Carnival in Rio“ tragen schließlich auch die Bläserklassen dazu bei, der internationalen Kulturrundschau gerecht zu werden. Als weiterer Höhepunkt entpuppt sich die legendäre Queen-Hymne „Bohemian Rhapsody“, die der Chor von Acht- bis Zwölftklässlern der Dreieichschule interpretiert. Die Musikauswahl kommt beim Publikum gut an. Dazu erklärt Musiklehrer Stefan Gunkel: „Es soll klar erkennbar werden, dass bei aller kulturellen Vielfalt gerade die Musik als ‘universelle Sprache’ uns alle spüren lässt, dass die Gemeinsamkeiten das Trennende überwiegen.“

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Als wäre die Welt nicht genug, reist man dann auch noch zum Mond, als Philipp Uhl das Stück „Moondance“ grandios performt. Doch: Zuhause ist es immer noch am schönsten, das scheint kurz danach der Gedanke zu sein, als Stella Inderwiesen gemeinsam mit Niko Pervan, Timo Beckmann und Jonas Hoffmann den Titel „Home“ auf die Bühne bringen. Zum Abschluss gibt es noch einen Rockklassiker auf die Ohren: Bei „Rocking all over the World“ der Band Status Quo wird es voll auf der Bühne, da alle Schüler noch einmal gleichzeitig auftreten.

„Klasse, was meine ehemalige Schule musikalisch jedes Jahr wieder auf die Beine stellt“, sagt der Besucher Felix Luft. „Ich bin deshalb gleich zu beiden Konzertabenden gekommen.“

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