Bauetappe schlägt mit 11,5 Millionen Euro zu Buche

Dritter Sanierungsakt an Asklepios Klinik gestartet

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Das Untergeschoss der Klinik ist bereits entkernt, dort entsteht das neue Herzkatheter-Labor mit einem zweiten Messplatz.

Langen - Seit Übernahme der ehemaligen Kreisklinik vor 15 Jahren hat der Asklepios-Konzern praktisch immer irgendwo eine Baustelle aufgemacht und bis heute knapp acht Millionen Euro an Eigenmitteln plus Zuschüssen in gleicher Höhe in das Langener Krankenhaus investiert. Von Holger Borchard 

Nun soll ein letzter großer Block den Sanierungs-Marathon beschließen – bis 2020 werden noch mal rund 11,5 Millionen Euro verbaut. Im Lauf der kommenden drei Jahre sollen die Bereiche Funktionsdiagnostik, Herzkatheter-Labor, Endoskopie und Zentrallabor und allen voran die Zentrale Notaufnahme sukzessive modernisiert und deren medizinische Ausstattung auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Das alles lässt sich der Asklepios-Konzern sechs Millionen Euro kosten; das Land steuert Fördermittel von rund 5,44 Millionen Euro bei.

Eigentlich hätte der dritte und letzte große Bauabschnitt schon vor drei Jahren starten und somit heute so gut wie fertiggestellt sein sollen. Den Bewilligungsbescheid des Landes hat Sozialminister Stefan Grüttner immerhin schon im Frühjahr 2013 überreicht. In der Folge jedoch wurden die Planungen nochmals grundlegend überarbeitet.

„Neue Konzepte für die Patientenversorgung, zusätzliche Großgeräte und geänderte logistische Anforderungen haben die Planänderungen nötig gemacht“, fasst Steffen Vollrath zusammen, der noch bis Ende dieses Monats Klinik-Geschäftsführer ist und dann auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlässt. „Die Abweichungen von der ursprünglichen Planung waren so umfangreich, dass wir eine neue Gesamtbauplanung einreichen mussten“, sagt Vollrath und lobt in diesem Kontext die Flexibilität der Genehmigungs-Behörden: „Dankenswerterweise hat das Sozialministerium den alten Förderbescheid über 5,44 Millionen Euro auf die Neuplanung übertragen und die Genehmigungsbehörden haben zugestimmt. So konnten wir doch noch Anfang Dezember 2016 beginnen, den neuen Bauplan umzusetzen“.

In neuem Glanz erstrahlt die Cafeteria der Asklepios Klinik. Mit 78 Sitzplätzen bietet sie jetzt mehr Platz als vorher und steht Patienten, Angestellten und Besuchern täglich von 7 bis 19 Uhr offen.  

Das Untergeschoss der Klinik ist bereits entkernt. Dort entsteht in den nächsten gut 36 Monaten das neue Herzkatheter-Labor, das um einen zweiten hochmodernen Messplatz erweitert wird. Endoskopie, Funktionsbereich und Zentrallabor werden dort ebenfalls ihre neuen Standorte finden. Umfangreich erweitert und modernisiert wird ferner die Zentrale Notaufnahme. Geplant sind insgesamt 14 Untersuchungsräume, die Anschaffung neuer medizinischer Geräte ist ebenso im Umbaubudget eingepreist. „Unter anderem wird ein High-End-Sonografie-Gerät die Diagnosemöglichkeiten im Notfallbereich signifikant erweitern“, kündigt Vollrath an. Nicht zuletzt soll der Wartebereich vergrößert und zeitgemäß hergerichtet werden. „In unserer Notfallaufnahme werden jährlich mehr als 30 000 Patienten behandelt – Tendenz steigend“, nennt der Geschäftsführer die zugehörige Hausnummer.

Bereits abgeschlossen ist der Umbau des Küchenbereichs und der Cafeteria, der mit 600 000 Euro zu Buche schlug. In den Bauabschnitten der vergangenen 15 Jahre stecken insgesamt rund 16 Millionen Euro – 7,3 Millionen Euro aus Konzernmitteln und 8,7 Millionen Euro aus Fördertöpfen des Landes. Mit Abschluss der nun aufs Gleis gesetzten Arbeiten im Jahr 2020 werden annähernd 27,5 Millionen Euro in die Sanierung der Langener Klinik geflossen sein, die sich aus fast 14 Millionen Fördermitteln und 13,5 Millionen Eigenmitteln des Asklepios Konzerns zusammensetzen.

Archivbilder vom Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür in der Asklepios Klinik

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