Edeka-Spendenaktion hilft Langener Tafel

160 Tüten mit haltbarer Ware

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Erfreute Mienen bei den Helfern der Langener Tafel: Walter Prostmeyer, Manfred Ziegler, Friedelgaard Pietsch (von links) sowie Fritz Wolter (rechts) danken Edeka-Marktleiter Mustafa Fazlic für die Aktion, deren Erlös die Marktleitung glatt verdoppelt hat.

Langen - Willkommene Unterstützung für die Langener Tafel: Der Edeka-Markt Ercan startete wieder eine Hilfsaktion. Von Holger Borchard

Zwei Wochen lang konnten Kunden fertig gepackte Tüten voller haltbarer Lebensmittel im Wert von fünf Euro kaufen und dann im Edeka-Markt als Spende für die Langener Tafel abgeben. Der Aufruf war erfolgreich, wie Friedelgaard Pietsch, Vorsitzende des Tafelvereins, berichten kann. „Es sind 160 Tüten zusammengekommen –und die Marktleitung hat uns noch einmal den Gegenwert dieser Menge obendrauf spendiert – diese private Großzügigkeit macht uns jedes Mal wieder baff!“.

Schokolade, Marmelade, Nudeln, Konserven und weitere Waren, die sich über einen längeren Zeitraum halten, stecken in den Beuteln, die die Tafel-Helfer Walter Prostmeyer, Manfred Ziegler, und Fritz Wolter dankbar von Marktleiter Mustafa Fazlic in Empfang nahmen. „Das sind Waren, an die wir normalerweise nur selten gelangen, da werden sich unsere Kunden richtig freuen“, kommentiert Pietsch.

Dies umso mehr, als die rund 250 Personen mit Anrechtsscheinen, die in vier Gruppen montags, dienstags, donnerstags oder freitags zur Tafel-Ausgabe in der Carl-Schurz-Straße 14 kommen, derzeit eine vierwöchige Durststrecke überstehen müssen. Die Tafel ist seit Anfang des Monats geschlossen und öffnet erstmals wieder am Dienstag, 1. August, zur gewohnten Zeit ihre Türen.

„Die Auszeit mussten wir uns einfach nehmen“, sagt Pietsch. „Einerseits, weil unaufschiebbare Reparaturen an unserem Kühlhaus, einigen Kühltruhen sowie an elektrischen Leitungen und der Beleuchtung anstanden, vor allem aber, weil wir den Juli personell überhaupt nicht mehr auf die Reihe bekommen hätten.“ Auch viele der Tafel-Helfer seien aktuell im Urlaub und bevor das verbliebene Häuflein am Stock gehe, habe man einfach Luft holen müssen. „Es hat sich ja nichts dran geändert, dass wir hart an den Grenzen des Machbaren arbeiten, sowohl was unsere Lebensmittelvorräte angeht als auch die Belastbarkeit der Helfer und damit die Zahl unserer Kunden.“

Tiefkühl-Produkte meist besser als ihr Ruf

Gut 50 Prozent der Bedürftigen sind Flüchtlinge, schätzt Pietsch. „Mit 250 Personen, die wir in vier Gruppen bedienen, ist das Maximum erreicht, denn schließlich sollen alle ja auch die Lebensmittel bekommen, die sie benötigen“, verdeutlicht die Vorsitzende.

Apropos: Benötigen könnte der Stab der Tafelhelfer Verstärkung durch zwei, drei neue Fahrer. „Wir haben zwei große, neue Kühlautos, die mit normalem Auto-Führerschein gefahren werden dürfen“, sagt Pietsch. „Interessierte können sich die Zeit frei auswählen, für einen Vormittag sollte man etwa drei Stunden Zeit einkalkulieren, um die Supermärkte in Langen und Umgebung abzufahren.“ Wer sich diese ehrenamtliche Arbeit vorstellen kann, sollte einfach mal an einem der Ausgabetage in der Carl-Schurz-Straße vorbeischauen.

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