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„Turbo-Sitzung“ bringt Entscheidungen zu Skatepark, Hochzeitsbäumen, Kita und mehr

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Von: Julia Radgen

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Mehr Platz für Kita- und Grundschulkinder und Skateplätze, das hat die Stadtverordnetenversammlung in Langen (Kreis Offenbach) entschieden. (Symbolbild)
Mehr Platz für Kita- und Grundschulkinder und Skateplätze, das hat die Stadtverordnetenversammlung in Langen (Kreis Offenbach) entschieden. (Symbolbild) © Martina Taylor/pixelio.de

In ihrer jüngsten „Turbo-Sitzung“ haben die Stadtverordneten in Langen (Kreis Offenbach) neue Beschlüsse getroffen. Hier sind die Entscheidungen im Überblick.

Langen – Einstimmig angenommen (bei Enthaltung der WiLa-Fraktion) wurde dieser Antrag der Grünen. Der Fraktion schwebt eine weitere Skateranlage in der Stadt vor, denn jene an der Zimmerstraße sei ständig überfüllt „Es ist dringend notwendig, mindestens eine weitere Möglichkeit zur Ausübung dieser Sportart vorzuhalten“, schreiben die Grünen in ihrem Ursprungsantrag.

Als Standort schlagen sie die Fläche unter der Autobahnbrücke zum Mühltal. Zugleich könne dort ein Bolzplatz angelegt werden, denn auch hier sei der Bedarf groß. Deshalb wollen die Grünen, dass der Magistrat mindestens drei weitere Flächen für Bolzplätze im Stadtgebiet ausweist. Im Bauausschuss wurde ergänzt, dass die Möglichkeit einer Skateranlage und/oder eines Pumptracks (für Mountainbikes) geprüft und die Bolzplatz-Flächen dem Ausschuss vor einer Entscheidung vorgelegt werden sollen. Der so geänderte Text fand die Zustimmung. Laut Magistrat habe die zuständige Behörde Hessen Mobil der Nutzung für eine Skater-Anlage bereits zugestimmt.

Neue Ideen für Langen (Kreis Offenbach): Hochzeitsbäume spenden und pflanzen

Ebenfalls ein Antrag der Grünen: Die Fraktion hatte ursprünglich vorgeschlagen, dass Paare einen Hochzeitsbaum spenden und selbst pflanzen können. Dafür solle der Magistrat Flächen bereitstellen und ein Konzept entwickeln. Zwischendurch ist die Stadt schon aktiv geworden: Auf einem Areal in Oberlinden können Hochzeitspaare künftig Bäume pflanzen.

Die ersten zehn stiften die Stadtwerke. Der Magistrat prüft, ob man das Konzept auch auf Obstbäume auf Streuobstwiesen ausweiten kann. Die Suche nach weiteren Standorten laufe. Der Grünen-Antrag beinhaltet zudem, Pflanzungen für Anlässe wie Jubiläen, runde Geburtstage und Geburten zu ermöglichen. Der Antrag wird einstimmig (Enthaltung der WiLa) angenommen.

30 000 Euro für Mini-Kitas: Langen unterstützt Familien beim Betreuungsangebot

Minikindergärten, Krabbel- und Waldkindergruppen und Spielkreise leisten ein wichtiges Betreuungsangebot – gerade in Anbetracht der angespannten Betreuungssituation in Langen. Der Magistrat will solche niedrigschwelligen Betreuungsangebote mit einem Betrag von 500 Euro pro Platz und Jahr für maximal 60 Plätze – also mit 30 000 Euro jährlich – bezuschussen.

Die Förderung soll dann für vier Jahre (bis 2025) erfolgen. Im vergangenen Jahr waren die drei bestehenden Angebote – der Mini-Treff der Martin-Luther-Gemeinde, Die kleinen Strolche und die Waldkindergruppe „Aventiure“ Langen/Egelsbach – laut Stadt mit 45 Betreuungsplätzen belegt.

Förderung aufstocken: Auch in Langen (Kreis Offenbach) kommen Flüchtlingskinder an

Die WiLa will die Förderung noch aufstocken – in Hinblick darauf, dass der Türkische Elternverein einen Spielkreis aufbauen wolle und der Bedarf auch für Geflüchtete aus der Ukraine steigen werde. „Wir befürworten die finanzielle Unterstützung und schlagen vor, die Kapazität auf 80 Plätze und das Budget um weitere 10 000 Euro zu erhöhen“, betont Ayse Yilmaz. Werden die Plätze nicht belegt, bleibe das Budget unberührt. Für den Magistrat ist das kein Problem. Und auch für die anderen Fraktionen nicht – auch wenn die CDU kritisiert, dass die WiLa nicht begründet, wie sie die Ausgaben finanzieren will. Der Antrag wird einstimmig angenommen.

Einstimmig angenommen hat das Stadtparlament auch die Magistratsvorlage zum Neubau der Kita und in Projektgemeinschaft mit dem Kreis für den Neubau einer sechsten Grundschule im Baugebiet Liebigstraße Nord. Das Votum ermöglicht es der Stadt, die benötigten Mittel für die Planungsleistungen von 1,3 Millionen Euro in den Nachtragshaushalt 2022 einzustellen. „Das ist ein stolzer Betrag, aber die Einrichtungen werden nun deutlich größer als ursprünglich veranschlagt“, sagte Erster Stadtrat Stefan Löbig.

Mehr Platz für Kinder in Langen: „Das wird eine Mega-Kita“

Denn statt einer zweizügigen Grundschule wird nun eine dreizügige gebaut, die Kita soll acht statt fünf Gruppen haben. Die einzige Wortmeldung kommt von der WiLa. Die Vergrößerung der Kita sei „alternativlos, aber problematisch“, meint Joost Reinke. „Das wird eine Mega-Kita, die ja auch einen entsprechenden Außenbereich braucht“, so der Fraktionsvorsitzende.

Kreis und Stadt haben aber schon Ideen, angrenzende öffentliche Räume oder Dachflächen mitzubenutzen. Ansonsten appelliert die WiLa, dass die Betreuungsbauten gleichrangig mit der Bebauung behandelt werden soll – „die Kita soll stehen, wenn die Menschen einziehen“. Löbig betont, das sei natürlich beabsichtigt – im Schulterschluss mit dem Kreis. „Ziel ist es, dass Schule und Kita fertig sind, wenn es die Häuser es auch sind“, so Löbig. (Julia Radgen)

Erst kürzlich loderte die Debatte um die digitale Übertragung der Stadtverordnetenversammlung Langen wieder auf.

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