Großer Bahnhof bei Shivas Feier zum 80.

„Ein Vorbild für uns alle“

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Zu den Gratulanten, die Shivadas Pattanath (hier mit seiner Frau Sabita) in der Stadthalle begrüßen konnte, zählten (von links) Landrat Oliver Quilling, Bürgermeister Frieder Gebhardt und der ehemalige Fraport-Arbeitsdirektor Herbert Mai.

Langen - Der Mann ist ein Speedy Gonzales in guter Sache, wie es Bürgermeister Frieder Gebhardt sehr treffend formulierte – und dafür auch zustimmendes Lachen erntete: Von Markus Schaible

Shivadas S. Pattanath, kurz Shiva, ist ein stets gut gelaunter Wirbelwind – davon konnten sich die Gäste seiner Geburtstagsfeier in der Stadthalle wieder einmal überzeugen. Der mit Bundesverdienstmedaille und Landesehrenbrief ausgezeichnete Langener war am 1. Januar 80 Jahre alt geworden – zum Fest nun kamen hochrangige Gäste sogar aus USA, England und Indien, um den Jubilar gebührend zu feiern.

„Wenn man Shiva so anschaut und die Lebensfreude, die er ausstrahlt, freut man sich darauf, auch 80 zu werden“, sagte Landrat Oliver Quilling. Was „Langens bekanntesten Inder“, der allerdings schon lange die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, jung hält, ist sein ehrenamtliches soziales Engagement – sei es als Spendensammler, Tombolaorganisator für etliche Vereine oder guter Geist im DRK-Seniorenzentrum. Insofern war der Umzug 1990 von Kelsterbach nach Langen „ein Glücksfall für Langen und den Kreis Offenbach“, betonte Quilling und hob hervor: „Sie sind ein guter Mensch und ein Vorbild für uns alle.“

„Wenn du dir eine gute Tat in den Kopf gesetzt hast, gibt es nichts, was dich davon abhalten kann, sie umzusetzen“, ergänzte Gebhardt und hatte zahlreiche Attribute parat, die Shiva treffend beschreiben: Herzlichkeit, Menschlichkeit, Humor, Lebensfreude, unerschütterlicher Charme. Nur dass Steinböcken nachgesagt werde, sie würden kaum flirten, stimme bei ihm wohl nicht.

Michael Müller, Arbeitsdirektor der Fraport (Pattanath arbeitete lange Jahre beim Flughafenbetreiber), hatte extra noch mal die Personalakte aus dem Archiv geholt: „Kontaktfreudig“ und „geeignet für den Umgang mit Menschen“ steht da unter anderem – „die Untertreibung des Jahres“, so Müller. Walter Metzger als Vertreter der Langener Vereine hob hervor, warum Shiva auch ein Vorbild für die vielen Zuwanderer in der Stadt ist: „Er brauchte keinen Anstoß, sich zu integrieren, er geht von selbst auf die Vereine und Menschen zu.“ Und das hoffentlich noch viele Jahre bei guter Gesundheit.

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