Rivalität zwischen OFC- und Eintracht-Fans: Duell der Schmierereien

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Nicht wegschauen: Jeder, der einen der angeblichen Fußballfans beim Beschmieren der Bahnunterführung entdeckt, sollte sofort die Polizei rufen.

Langen - Die Vandalen waren wieder einmal unterwegs: Wer derzeit durch die Unterführung zwischen Nassoviastraße und Bahnhofsanlage läuft, kann nur fassungslos den Kopf schütteln. Von Markus Schaible

Offenbar liefern sich sogenannte Fans zweier Fußballclubs aus Frankfurt und Offenbach dort einen Kampf um die größten Schmierereien.

„Ach, jetzt sind es schon zwei“, sagt Carsten Weise entnervt. „Bislang waren es doch immer nur Anhänger eines Vereins.“ Dem zuständigen Fachbereichsleiter im Rathaus ist der Frust deutlich anzuhören. Denn das Reinigen der Wände ist dank einer besonderen Farbe zwar möglich, aber nicht billig. „Das macht eine Privatfirma für uns. Und je öfter die kommen muss, desto teurer wird das.“ Die Summe für einen Einsatz lasse sich nicht beziffern, denn die richtet sich nach dem jeweiligen Aufwand. „Das kostet eine Menge Geld, das wir augenblicklich nicht haben“, so Weise.

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Schmierereien kosten richtig viel Geld

Wenn die Wände dann wieder sauber seien, ziehe dies die Schmierer offenbar besonders an. „Wir können die Unterführung aber nicht rund um die Uhr bewachen“, sagt Weise – zumal es ja auch andere Bereiche gibt, die verschmiert werden könnten. Eines wundert ihn aber: „Es kommen immer nur Leute, die sich beschweren, dass es so aussieht. Aber es kommt nie einer, der jemand beim Beschmieren gesehen hat. Und ich glaube nicht, dass das immer nur passiert, wenn gerade keiner vorübergeht.“ Zudem sollten die Leute die Frage vielleicht mal herumdrehen: „Nicht: Warum macht die Stadt das nicht immer gleich wieder weg? Sondern: Warum gibt es immer mehr solche Idioten, die fremdes Eigentum verschmieren? Das ist eigentlich eine Erziehungssache: Man sollte im Elternhaus vermittelt bekommen, dass man das nicht macht. Aber offenbar sind das Leute, die das nicht gelernt haben.“

Sieben oder acht Mal wurde die Unterführung im vergangenen Jahr gesäubert, angesichts des aktuellen Zustandes werde er nun wieder die Firma beauftragen. Nachdrücklich ruft Weise Zeugen eventueller Verschandelungen dazu auf, sofort die Polizei zu rufen (06103/90300).

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