Haushalt 

Etat 2020 für Langen einstimmig beschlossen

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Etat 2020 für Langen einstimmig beschlossen

Die Stadt Langen hat ihren Etat für das Jahr 2020 beschlossen. Es gibt gute Nachrichten für die Bürger.

Langen – Wenige Tage vor Weihnachten haben die Langener Stadtverordneten die finanziellen Weichen für kommendes Jahr gestellt. Einstimmig beschlossen sie am späten Donnerstagabend den Etatentwurf für 2020; es gab zwei Enthaltungen (eine aus Reihen der FWG-NEV, eine des fraktionslosen Abgeordneten Joost Reinke). Das flankierende Haushaltssicherungskonzept wurde ebenfalls ohne Gegenstimmen beschlossen, dabei gab es auch keine Enthaltungen.

Die gute Nachricht für die Bürger und Gewerbetreibenden: Es gibt keine Steuererhöhungen. Die Gewerbesteuer bleibt bei 380 Prozentpunkten, die Grundsteuer A (landwirtschaftliche Flächen) bei 400, die Grundsteuer B (Wohnbebauung/Freiflächen in Wohngebieten) bei 675 Prozentpunkten. Neu ist allerdings eine Zweitwohnungssteuer, die zum 1. Januar in Kraft tritt, die aber nur rund 800 Nutzer von Nebenwohnungen in Langen betrifft, die in einer anderen Kommune mit Erstwohnsitz gemeldet sind.

Im eigentlichen städtischen Haushalt sind auch keine Gebührenerhöhungen vorgesehen, so bleiben beispielsweise die Kosten für die Kinderbetreuung unverändert. Mehr an Nebenkosten bezahlen müssen die Langener ab 1.1.2020 trotzdem. Die Stadttochter Kommunale Betriebe senkt zwar die Gebühren fürs Abwasser, erhöht aber gleichzeitig die Kosten für die Müllentsorgung und die Straßeneinigung. Unterm Strich wird es dadurch etwas teurer: Ein Vier-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus auf einem 400 Quadratmeter großen Grundstück muss sich auf Mehrkosten von etwa 17 Euro im Jahr einstellen. Teurer werden auch Strom und Gas der Stadtwerke: Strom um zehn, Erdgas zwischen fünf und acht Prozent.

Der städtische Ergebnishaushalt (laufende Verwaltungstätigkeit) hat ein Volumen von knapp 101,5 Millionen Euro. Unterm Strich bleibt ein Überschuss von knapp 146 000 Euro übrig; der Etat ist damit nicht nur – wie von den übergeordneten Aufsichtsbehörden gefordert – ausgeglichen, sondern leicht im Plus.

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