An Stadthalle und ZenJA

Flagge zeigen für Frauenrechte: Langen beteiligt sich an Aktionstag

Am Zentrum für Jung und Alt und an der Langener Stadthalle sind die blauen Fahnen zum Aktionstag gegen Gewalt an Frauen nicht zu übersehen.
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Am Zentrum für Jung und Alt und an der Langener Stadthalle sind die blauen Fahnen zum Aktionstag gegen Gewalt an Frauen nicht zu übersehen.

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am heutigen 25. November steht in diesem Jahr erneut unter dem Motto „Wir brechen das Schweigen“. Auch Langen beteiligt sich

Langen – Als Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen wehen in dieser Woche die blauen Flaggen der Menschenrechtsorganisation Terres des Femmes vor der Stadthalle an der Südlichen Ringstraße und am Zentrum für Jung und Alt (ZenJA).

„Die Stadt Langen möchte das Thema zusammen mit dem Frauenbüro in den Fokus der Öffentlichkeit bringen und ein solidarisches Zeichen setzen. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie sollen Betroffene von Gewalt wissen, dass sie nicht allein sind“, sagt Bürgermeister Jan Werner. 2019 waren im Kreis Offenbach 381 Frauen von häuslicher Gewalt betroffen und insgesamt 315 wurden Opfer von Körperverletzung. In Langen waren es 44 beziehungsweise 38 Fälle, weiß die hiesige Frauenbeauftragte Sabine Nadler.

In Frauenhäusern nehme der Bedarf an Plätzen seit Beginn der Pandemie zu. „Schon vor der Corona-Krise war das Offenbacher Frauenhaus voll – wie fast alle anderen Frauenhäuser in Deutschland. Doch jetzt verschärft sich die Situation“, erläutert Nadler. Zuflucht in Frauenhäusern finden junge Mädchen, denen eine Zwangsheirat droht, genauso wie Frauen, die von ihren Ehemännern geschlagen und misshandelt werden.

Frauen und Mädchen sind nach wie vor Opfer von Gewalt und Diskriminierung. „Wer sich bedroht fühlt oder schon Opfer wurde, soll wissen, wo er sich im Notfall hinwenden kann“, erklärt Nadler und verweist auf die Beratungsstelle des Kreises „Frauen helfen Frauen“, die unter 06106 3111 für Betroffene, aber auch Angehörige oder Bekannte erreichbar ist.

Rund um die Uhr können sich Ratsuchende auch an die Hotline der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen, z 030 6110300, und das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, 08000 116016, wenden (anonym und vertraulich). (jrd)

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