Flüge mussten gestrichen werden

Software-Panne bei Flugsicherung behoben: Flugverkehr entspannt sich

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Am Frankfurter Flughafen werden zahlreiche Flüge gestrichen.

Wegen der Panne bei der Deutschen Flugsicherung in Langen kam es zu Behinderungen im Luftverkehr. Jetzt sind die Software-Probleme behoben. Am Donnerstag soll der Flugverkehr wieder normal laufen. 

  • Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung sorgten für Behinderungen im Luftverkehr – Probleme behoben
  • Der Luftverkehr über Hessen musste um 25 Prozent eingeschränkt werden
  • Betroffen sind die Flughäfen Frankfurt, Köln/Bonn, Stuttgart und Düsseldorf
  • Auch im kommenden Sommer ist mit zunehmenden Verspätungen zu rechnen
  • Update, 28. März 2019, 15:31 Uhr: Der Flugverkehr im Südwesten und der Mitte Deutschlands kann seit Donnerstag wieder in gewohntem Umfang abgewickelt werden. Die Deutsche Flugsicherung hat den vom Center Langen kontrollierten Luftraum wieder komplett freigegeben, nachdem in der Nacht ein schwerwiegendes Software-Problem behoben wurde. Die Fachleute hätten eine "bewährte Vorgängerversion" der betroffenen Software installiert, teilte die bundeseigene Flugsicherung am Donnerstag in Langen bei Frankfurt mit. Diese funktioniere nun einwandfrei.

    Update, 28. März 2019, 07:25 Uhr: Die Deutsche Flugsicherung in Langen hat ihre Software-Probleme nach eigenen Angaben behoben. In der Nacht habe man die Software neu aufgespielt. Nach Angaben von Fraport soll der Flugverkehr am Donnerstag wieder normal laufen. Wegen einer Panne an der Software der Flugsicherung war es in den vergangenen Tagen zu Flugausfällen gekommen. Davon war vor allem der Hauptkunde Lufthansa betroffen gewesen. 

    Flughafen streicht Flüge - 4100 Passagieren betroffen 

    Update, 26. März, 11:11 Uhr:  Wegen der weiterhin andauernden Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) sind auch am Dienstag Flüge abgesagt worden. Am Frankfurter Flughafen wurden wegen der Beschränkungen im Luftraum 54 von rund 1350 geplanten Verbindungen gestrichen, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport mitteilte. Der Hauptkunde Lufthansa sagte nach eigenen Angaben 50 Flüge mit rund 4100 betroffenen Passagieren ab, was ungefähr der Größenordnung vom Montag entsprach.

    Verspätungen auch im Sommer

    Update, 26. März, 10:16 Uhr: Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) rechnet auch im Sommer erneut mit Verspätungen. Im Vergleich zum Sommer 2018, wo es schon zu einem Verspätungschaos kam, soll sich der Verspätungsanteil möglicherweise sogar verdoppeln. Gründe seien eine verfehlte Sparpolitik und Personalplanung bei den Fluglotsen sowie Fehler des Managements bei der deutschen Flugsicherung (DFS).

    Update, 25. März, 12:21 Uhr: Die anhaltenden Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) haben zu Wochenbeginn zu weiteren Verspätungen und Flugausfällen geführt. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wurden bis Mittag 68 von rund 1400 geplanten Flugbewegungen gestrichen, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport am Montag berichtete.

    Lufthansa streicht mehr Flüge als geplant

    Update, 25. März, 10:48 Uhr: Die Lufthansa hat wegen der andauernden Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung noch mehr Flüge gestrichen. Am Montag mussten nun am größten deutschen Flughafen in Frankfurt 46 Flüge mit zusammen 4500 betroffenen Passagieren abgesagt werden, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. Zunächst hatte die Gesellschaft von 22 Absagen berichtet.

    Update, 25. März, 10:04 Uhr: Die Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) werden frühestens Mitte der Woche behoben sein. Die Fachleute der DFS versuchen nun, in der Nacht von Mittwoch, 27. März, auf Donnerstag, 28. März, eine alternative Software in Betrieb zu nehmen, teilte die Deutsche Flugsicherung mit. 

    2000 Passagiere von Lufthansa betroffen 

    Update, 25. März, 9 Uhr: Wegen Software-Problemen bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) will die Lufthansa am Frankfurter Flughafen 22 Flüge streichen. Dies bestätigte eine Sprecherin. Das Unternehmen hatte bereits am Sonntagabend mitgeteilt, dass davon allein bei der Lufthansa an Deutschlands größtem Airport insgesamt 2000 Passagiere betroffen seien. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport sollen am Montag bei geplanten knapp 1400 Flugbewegungen 35 Flüge ausfallen.

    Ist Ihr Flug betroffen? Alle Infos finden Sie bei der Fraport.

    Update, 22. März, 11:25 Uhr: Die Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung dauern an. In der Folge konnte der Luftraum über weiten Teilen Deutschlands auch am Freitag 25 Prozent weniger Passagierflüge aufnehmen als sonst. Es könne weiterhin zu Verspätungen und Flugabsagen kommen, erklärte eine Sprecherin der bundeseigenen Gesellschaft am Freitag in Langen bei Frankfurt. Die Sicherheit des Luftverkehrs sei aber nicht gefährdet.

    Softwarestörung sorgt für Ärger

    Die betroffene Software stellt den Lotsen alle wichtigen Daten des jeweiligen Fluges zur Verfügung. Das sind beispielsweise Flugzeugtyp, Flugstrecke und die erwartete Überflugzeit. Das System arbeite in Langen fehlerhaft, so dass die Lotsen genauer und zeitaufwendiger hinschauen müssten, erläuterte die DFS-Sprecherin.

    Erstmeldung vom 21. März: Langen - Eine Softwarestörung sorgt für Ärger bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen. Im Luftverkehr kommt es deshalb zu Behinderungen und Verzögerungen. Davon betroffen ist unter anderem der Frankfurter Flughafen.

    Aus Sicherheitsgründen wurde die Verkehrsmenge in dem von Langen aus kontrollierten Luftraum um ein Viertel reduziert. Das sorgt für Behinderungen und Verzögerungen im Luftverkehr. Davon betroffen sind die Flughäfen Frankfurt, Köln/Bonn, Stuttgart und Düsseldorf.

    Verspätungen bis zu 30 Minuten in Frankfurt

    Am Frankfurter Flughafen hatte die reduzierte Kapazität bis zum Mittag keine spürbaren Auswirkungen, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Lufthansa hat nach eigenen Angaben vereinzelte Verspätungen bis zu 30 Minuten registriert, aber keine Flüge absagen müssen. Derzeit ist der Flugverkehr nach dem Winterflugplan noch nicht so dicht wie im Sommer.

    Der Luftraum der Deutschen Flugsicherung reicht vom Bodensee im Süden bis nach Kassel im Norden und von der französischen Grenze bis nach Thüringen. Andere Lufträume seien von den Problemen nicht betroffen. Die Sicherheit des Luftverkehrs sei aber nicht gefährdet, berichtete das bundeseigene Unternehmen am Donnerstag.

    Auslöser für das Problem ist ein System zur elektronischen Darstellung von Kontrollstreifen, das nicht fehlerfrei funktioniert. Die Techniker der Flugsicherung arbeiten daran, den Fehler zu beheben, teilt die Flugsicherung mit. Alle übrigen Flugsicherungssysteme stehen uneingeschränkt zur Verfügung. Auch andere Kontrollzentralen der DFS sind von diesen Einschränkungen nicht betroffen.

    Große Verkehrsströmen müssen Luftraum umfliegen

    Kontrollstreifen liefern Planungsinformationen für die Fluglotsen, sie enthalten alle für den Flugverlauf wichtigen Daten wie beispielsweise Flugzeugtyp, Flugstrecke, erwartete Überflugzeit und weitere Informationen. Zusätzlich zur Radardatendarstellung liefern sie dem Lotsen die wesentlichen Informationen für seine Kontrolltätigkeit.

    Damit der Flugverkehr im Zuständigkeitsbereich der Langener Zentrale so reibungslos wie möglich und vor allem sicher überwacht werden kann, reduziert die DFS nun die Verkehrsmenge in diesem Luftraum. Dies wird mit sogenannten Steuerungsmaßnahmen ermöglicht, die gemeinsam mit dem zentralen Netzwerkmanager von Eurocontrol in Brüssel organisiert werden. Großen Verkehrsströmen wird es so ermöglicht, den Langener Luftraum zu umfliegen. (chw/dpa)

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    Die Deutsche Flugsicherung (DFS) fühlt sich am Standort Langen überauswohl – aber es könnte noch besser sein, berichtet op-online.de*

    Die Deutsche Flugsicherung (DFS) sucht auf vielen Wegen nach zusätzlichen Fluglotsen, um erneute Engpässe am deutschen Himmel im nächsten Sommer zu verhindern.*

    Die Südumfliegung am Frankfurter Flughafen ist seit Jahren Streitthema unter Juristen. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht ein Urteil aus Hessen aufgehoben hat, muss sich nun erneut der Verwaltungsgerichtshof in Kassel damit befassen.*

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