Unterstützung von regionalen Unternehmen

Langener Tafel verteilt Weihnachtspäckchen an Familien

Jetzt geht’s ans Verteilen: Die Tafel-Helfer (von links) Annegret Heun, Sabine Mendel-Grünwald und Peter Gorges geben die Päckchen an Tafelkunden aus. Sie beinhalten Geschenke für Babys und Kinder bis acht Jahre.
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Jetzt geht’s ans Verteilen: Die Tafel-Helfer (von links) Annegret Heun, Sabine Mendel-Grünwald und Peter Gorges geben die Päckchen an Tafelkunden aus. Sie beinhalten Geschenke für Babys und Kinder bis acht Jahre.

Selbst wenn die Kinder diesmal ihre Päckchen nicht persönlich entgegennehmen durften, war die Freude dann zu Hause groß: Die Langener Tafel hat kurz vor Weihnachten wieder Geschenke an Familien verteilt, die Spielzeug und Spaßiges für die Jüngsten enthalten.

Langen – Wegen der Corona-Pandemie wurden die Präsente diesmal an einem eigenen Tag verteilt – nicht zusammen mit der Lebensmittelausgabe – und lediglich an die Erwachsenen. „Das haben wir zum ersten Mal an einem separaten Tag gemacht, um die Übergabe so räumlich zu entzerren“, erklärt Katja Bernhard vom Tafel-Vorstand.

Insgesamt über 240 Päckchen sorgen bei den Kindern der Tafelkunden (Altersklasse Baby bis acht Jahre) für große Augen: In ihnen finden sich unter anderem Legosachen, Puppen, Spielzeugautos oder Sportklamotten. Einen Teil der Spielwaren erhält die Langener Tafel durch ihren Dachverband, der Großspenden von Unternehmen bekommt, die er weiterverteilt. Ein Großteil der Päckchen wurde wiederum von lokalen Unternehmen gespendet, die bewährte Partner bei der vorweihnachtlichen Aktion sind. Und natürlich von privaten Spendern, die Geschenke in einem bestimmten Wert gekauft haben, um Tafelkunden damit eine Freude zu bereiten.

Fünf ehrenamtliche Helfer des Tafelvereins hatten vor der Verteilaktion Listen erstellt, sodass die Übergabe bestmöglich organisiert ist. Insgesamt 80 Familien freuten sich über Geschenke für ihren Nachwuchs. Obendrauf kamen noch einige Adventskalender, die Supermärkte gespendet haben.

60 bunte Weihnachtspäckchen der Egelsbacher Bankkunden überreichten die Sparkassen-Mitarbeiter (von links) Walter Metzger (Öffentlichkeitsarbeit) und Katharina Ograbek (Leiterin Regionalcenter Privatkunden) an Günter Böhnel von der Tafel.

Allein 100 bunte Päckchen stammen von der Sparkasse Langen-Seligenstadt und dem Unternehmen NetApp aus Neu-Isenburg, die die Aktion schon seit Jahren unterstützen. Die Krise macht da keinen Unterschied. Daher freute sich der Tafel-Vorsitzende Günter Böhnel, als Beate Dittmann, Servicekundenberaterin der Egelsbacher Sparkassen-Filiale, bereits im August bei hochsommerlichen Temperaturen anrief, ob man gemeinsam die mittlerweile traditionelle Weihnachtsaktion wieder umsetzt. „Mit der Sparkasse Langen-Seligenstadt erleben wir in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie weiter eine Zusammenarbeit, die unserer gemeinnützigen Einrichtung und damit der Tafel-Idee vor Ort enorm hilft. Es ist nicht selbstverständlich, diese reibungslose Hilfsbereitschaft für unsere tägliche Arbeit zu erfahren“, so Böhnel. Die Geschenke der Sparkassen-Kunden und die Päckchen weiterer Unterstützer haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter nun an die Familien aus Langen, Dreieich, Egelsbach und Erzhausen verteilt. „Die Arbeit unter Corona-Bedingungen ist schwierig für uns, aber den Kindern auch in diesem Jahr eine Freude zu bereiten, liegt allen sehr am Herzen“, sagt Böhnel.

Auch andere Unternehmen unterstützen die wichtige Arbeit der Langener Tafel. Die Baugenossenschaft Langen hat den Verein bei ihrer diesjährigen Weihnachtsspende bedacht – mit 5 000 Euro. „In den vergangenen Monaten gab es einen steigenden Zuwachs von Familien, die von der Tafel wöchentlich mit Lebensmitteln versorgt werden“, sagt Wolf-Bodo Friers, Vorstandsvorsitzender der Baugenossen. Die Zahl der Haushalte, die von der Einrichtung unterstützt werden, sei allein in den vergangenen Monaten um etwa 40 Prozent gestiegen. Die sozialen Auswirkungen der Pandemie habe das Tafel-Team massiv zu spüren bekommen. „Noch mehr Menschen versorgen – natürlich unter Beachtung eines aufwendigen Abstands- und Hygienekonzepts – ist ein täglicher Kraftakt. Möglich gemacht wird dies vor allem durch ein tatkräftiges und motiviertes Team aus ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen“, lobt Friers. Die vorweihnachtliche Geldspende solle sie bei dieser wichtigen Arbeit bestmöglich unterstützen und dazu genutzt werden, die Einrichtung für die Zukunft aufzustellen. Denn auf der Agenda der Tafel steht unter anderem, neuen Lagerraum anzumieten, der dringend benötigte Flächen für haltbare und gekühlte Lebensmittel bietet. „Unsere Spende trägt hoffentlich dazu bei, dass die Tafel gestärkt in das neue Jahr starten kann“, so Friers.

Von Julia Radgen

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