Lebensraum für Fauna und Flora

Führung: Der Friedhof als Lebensraum

Langen -  Es ist vermutlich nicht der erste Gedanke, der einem beim Wort Friedhof in den Sinn kommt, aber: Die letzte Ruhestätte der Menschen spielt zunehmend eine Rolle als Lebensraum im Zuge des Natur- und Umweltschutzes.

In Langen verhält es sich ebenso – und das ist der Handschrift der Kommunalen Betriebe (KBL) zu verdanken. Schon seit Jahren setzen die KBL das Konzept Lebensraum für Fauna und Flora um, das Erfolge zeitigt. Die großen, zentralen Grünflächen sind parkartig mit altem Baumbestand angelegt und bieten etlichen Pflanzen und Tieren Rückzugsorte und Lebensräume. Abgesehen von 60 Vogelnistkästen – teilweise gebaut von Kindern der Geschwister-Scholl-Grundschule – bietet der Langener Friedhof neuerdings auch Wohnheime für Fledermäuse, Igel oder Insekten.

Wer den Gottesacker einmal von dieser Naturseite her erleben will, ist bei einem Rundgang richtig, zu dem die Kommunalen Betriebe für den morgigen Freitag, 25. Mai, einladen. Los geht’s um 15 Uhr vor der Trauerhalle, die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Der auf etwa anderthalb Stunden ausgelegte Spaziergang ist besonders für Kinder geeignet, bei denen kraft des anregenden Programms keine Langeweile aufkommen dürfte. Zum einen wird Petra Heberer vom Verein Naturgarten ein vor drei Jahren angelegtes Beet mit Vogelschutzgehölzen und Wildstauden vorstellen und dabei erläutern, wie sich ein Garten insektenfreundlich gestalten lässt. Neben Heberer wird Sandra Trinkaus von der städtischen Umweltberatung über die gefiederten Besucher des Friedhofs berichten und das alltägliche Leben in der heimischen Vogelwelt skizzieren. Außerdem wird sie Tipps zur richtigen Auswahl eines Nistkastens beziehungsweise eines Futterplatzes für den heimischen Garten geben.

Zum Abschluss der Runde besteht Gelegenheit, sich bei kleinen Erfrischungen mit den Fachleuten zu unterhalten und weitere Fragen anzusprechen. Zum Mitnehmen werden Infomaterial und sogar eine Nistkastenauswahl parat stehen. Weitere Auskünfte erteilt die Umweltberatung, Tel.: 06103/203-391. (hob)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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