Ganztagsbetreuung ausweiten

Immer länger in der Kita

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In der Kita „Am Steinberg“, in der diese Kinder ihren Spaß beim Spielen haben, sollen die Öffnungszeiten verlängert werden. Der Bedarf sei da, sagt der Magistrat. Künftig sollen alle städtischen Einrichtungen frühestens um 17 Uhr schließen.

Langen - Mit der Ausweitung der Ganztagsbetreuung und der Öffnungszeiten will der Magistrat das Angebot der städtischen Kitas weiter verbessern. Finanzieller Mehraufwand: gut 120.000 Euro. Das Parlament muss noch zustimmen. Von Markus Schaible

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In den Kindertagesstätten „Am Steinberg“ (Konrad-Adenauer-Straße), „Haus Kunterbunt“ (Elisabethenstraße) und „Unterm Regenbogen“ (Leukertsweg) sollen die Öffnungszeiten auf 17 Uhr verlängert werden. Für die Kitas „Am Wald“ (Paul-Ehrlich-Straße), „Im Grünen“ (Weißdornweg) und „Sonnenschein“ (Ohmstraße) plant der Magistrat die komplette Umstellung auf Ganztagsbetreuung. Auf dem Papier soll die Neuerung ab August gelten, umgesetzt wird sie aber erst, wenn Personal zur Verfügung steht.

Der Bedarf sei da, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt: „Die Voranmeldelisten und die Nachfragen der Eltern zeigen, dass wir die Betreuung in diese Richtung ausbauen müssen.“ Dies sei ein richtiger Schritt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gerade Eltern, die nicht in Langen oder in der näheren Umgebung arbeiten, hätten Probleme, ihre Kinder um 16 oder 16.30 Uhr abzuholen. Künftig wären alle zwölf städtischen Kindertagesstätten bis mindestens 17 Uhr geöffnet.

Nachfrage nach Ganztagsplätzen steigt

In den Häusern „Am Wald“, „Im Grünen“ und „Sonnenschein“ würden zusammen 69 weitere Ganztagsplätze geschaffen. Sie wären dann die ersten Langener Kitas, die ausschließlich Ganztagsplätze anbieten. Möglich sei das, weil sie die räumlichen und konzeptionellen Voraussetzungen für eine Umwandlung erfüllen. Allerdings würden jeweils zwei Plätze für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren wegfallen, da in Ganztagsgruppen nach einem Beschluss der Stadtverordneten maximal 23 Kinder (sonst 25) betreut werden dürfen.

Nach Gebhardts Worten wird die Nachfrage nach Ganztagsplätzen immer größer. Am 1. Januar seien bereits 150 Drei- bis Sechsjährige dafür angemeldet gewesen – für das neue Kindergartenjahr seien bislang aber nur 111 freie Ganztagsplätze gemeldet. Auf der anderen Seite werden Vormittagsplätze dem Bedarf nur noch bedingt gerecht, weiß der Bürgermeister: „Schon voriges Jahr konnten nicht alle belegt werden.“

Kosten für Ausweitung der Betreuung: 120.000 Euro

Gebhardt weist zudem auf die Gesetzeslage hin. Demnach muss neben dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz das Angebot dem Bedarf der Eltern und Kinder entsprechen. Vor diesem Hintergrund hatte das Stadtparlament den Magistrat beauftragt, die Kosten für eine Ausweitung der Betreuung zu ermitteln. Unterm Strich würde für die sechs Einrichtungen abzüglich der Erträge ein Mehraufwand von gut 120.000 Euro zusammenkommen.

Die Ausschüsse beraten am 21. und 28. Februar über die Vorlagen. Zur Beschlussfassung stehen sie am 14. März in der Stadtverordnetenversammlung.

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