Dreieichschüler zu Gast in Wisconsin

Grandiose Zeit in den Staaten

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Die Langener Gruppe der Jahrgangsstufen neun bis elf vor der „Bean“ in Chicago. Mit dabei waren: Frederik Duffner, Paulus Föller, Georg Hensel, Linus Hofacker, Nele Hübner, Moritz Kegler, Lilian Kreim, Tobias Müller, Sophie Mumper, Katrin Neiß, Greta Pusch, Antonia Reuter, Joelle Rockstein, Ellen Schiller, Nora Schlebusch, Timo Schmidt, Vincent Schneider, Salomé Schubert, Vanessa Seremet, Lena Simon, Chiara Sion, Torben Süss, Philipp Tönnes, Julian Walluf sowie Isabella Petavrakis und Holger Windmöller.

Langen - Die deutschen und amerikanischen Flaggen waren gehisst und vor der Schule prangte der Schriftzug „Welcome“; Ab diesem Moment war der Langener Gruppe klar: „Wir sind angekommen“. Von Moritz Kegler 

Knapp vier Wochen hat eine Gruppe Dreieichschüler samt ihrer Lehrer an der Oregon Highschool in Wisconsin verbracht. Nach neunstündigem Flug von Frankfurt nach Chicago und dreistündiger Fahrt im typisch amerikanischen gelben Schulbus kamen die Schüler aus Langen unter der Leitung der Lehrer Holger Windmöller und Isabella Petavrakis endlich am Ziel in Oregon/Wisconsin an.

Erster Akt war das Kennenlernen. Jeder Gastschüler war in einer amerikanischen Familie untergebracht. „Die Gastfreundlichkeit der Amerikaner war echt unglaublich“, sagt eine Schülerin. Insgesamt verbrachten die Langener 24 Tage in Amerika, darunter acht in der Oregon High School. Zunächst folgten sie ihren Gastgebern in deren Unterricht, zum Ende des Aufenthalts hin gingen sie dann auch ihrer eigenen Wege in der Schule. Viele Langener waren überwältigt vom amerikanischen Schulsystem und einer echten Highschool. „Es ist so vieles anders und ich kann genau das lernen, wofür ich mich interessiere“, resümierte ein Schüler. Unter anderem gab es Kochstunden und landwirtschaftliche Lehrstunden in FFA (Future Farmers of America), aber auch eine Autowerkstatt und die Möglichkeit, sein eigenes Computerspiel zu programmieren. Aber selbstverständlich mussten die deutschen Austauschschüler auch Mathe und Englisch besuchen. Im Deutschunterricht von Jeffrey Dyer, der von Amerika aus den Austausch koordiniert und im Juni die amerikanische Gruppe nach Deutschland begleitet, konnten die Austauschteilnehmer dann immerhin richtig auftrumpfen.

Als Zusatz hatten die Dreieichschüler auch kleine Präsentationen über Langen, Hessen, Deutschland, Frankfurt oder den deutschen Führerschein vorbereitet, die sie an der Highschool und an den Grund- und Mittelschulen in Oregon vorgestellt haben. Fazit: „Das Interesse und manchmal auch Erstaunen der Amerikaner über Deutschland war echt beeindruckend.“

An den schulfreien Tagen, darunter eine Woche „Spring Break“, waren die Langener in Wisconsin unterwegs. Sie besuchten die Hauptstadt Madison mit dem Kapitol, das nach Washington das zweitgrößte im Land ist, und die „University of Wisconsin Madison“. Oshkosh mit dem bekannten Flugzeugmuseum EAA, der Lake Winnebago oder auch Milwaukee mit dem grandiosen Harley-Davidson-Museum waren weitere Ausflugsziele. Ein absoluter Höhepunkt war in der letzten Woche die Fahrt nach Chicago, unter anderem mit einer beeindruckenden Bootsfahrt zu Füßen der Wolkenkratzer und unvergesslichen Fotos im höchsten Glasbalkon der USA auf dem Skydeck des Willis Tower in 400 Metern Höhe.

Zum Abschluss des Austauschs beteiligten sich die Dreieichschüler an der von der Oregon High School veranstalteten „Fine Arts Week“ mit einer Performance. Auf der letzten Fahrt mit ihrem Schulbus wurden die Gäste von der Oregon Police und der Feuerwehr aus dem Ort eskortiert. Schon während des Besuchs hatten die Langener sich bei der Feuerwehr wie echter „Fire Fighter“ einkleiden dürfen; die Polizei bat wie üblich zu „Ride-Alongs“, bei denen die Schüler zwei Stunden Streife mit im Polizeiauto fahren durften.

Langener Dreieichschule: Bilder der Abiplakate 2018

„Ein wirklich unvergessliches Abenteuer“ oder einfach nur „richtig cool“… so wird dieser Austausch den Schülern in Erinnerung bleiben. Nun freuen sie sich schon auf den Gegenbesuch der Amerikaner im Juni, bei dem dann die Langener Schüler den Amerikanern Deutschland etwas näher bringen.

Den Austausch zwischen der Dreieichschule und der Oregon High School gibt es nun schon seit 28 Jahren. Zum 14. Mal haben Langener Schüler den Besuch in Amerika angetreten – Holger Windmöller war immer dabei. Er hat den Schüleraustausch aufgezogen und von Jahr zu Jahr optimiert. Dieses Jahr hielt für Windmöller einen ganz speziellen „Meilenstein“ parat: Bei der allerersten Reise von Langener Schülern nach Oregon war Markus Kegler Teil der Gruppe, diesmal sein Sohn Moritz. „Windmöller: „Ein Austausch über Generationen hinweg lässt für die Zukunft das Beste hoffen.“

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