Baugenehmigung für Komplex auf DRK-Areal liegt endlich vor

Grünes Licht für neue Awo-Kita

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Seit dem vergangenen Frühjahr hat sich auf dem DRK-Gelände an der Frankfurter Straße nichts getan: Das nervt vor allem Eltern, die auf einen Platz in der neuen Kita spekuliert hatten. Nun können endlich die Bagger rollen – die Baugenehmigung ist da.

Langen - Eigentlich sollte im vergangenen Sommer gebaut werden, aber bisher hat sich auf dem DRK-Gelände an der Frankfurter Straße nichts getan.Durch Probleme mit dem Bauantrag kam der Komplex aus Kita, Wohnungen und Senioren-Einrichtung nicht voran, doch nun gibt es grünes Licht.  Von Julia Radgen 

Ursprünglich sollten diesen Sommer schon Drei- bis Sechsjährige in der neuen Awo-Kita „Mikrokosmos“ betreut werden. Doch anstatt spielender Kinder werden dann erst Bagger das Areal an der Frankfurter Straße bevölkern. Der Investor, die Domizilium-Unternehmensgruppe aus dem bayerischen Altenstadt, hatte den Bauantrag bereits im vergangenen Frühjahr eingereicht und die baldige Baugenehmigung erwartet. Der Baubeginn war für den Sommer avisiert.

Doch seitdem liegen die gerodeten Bäume auf der großen Grünfläche vor dem DRK-Seniorenzentrum und es wurde still um das Projekt. Eine „Verzögerungstaktik“ werfen genervte Eltern der Stadt vor, die auf die 99 neuen Betreuungsplätze in der Awo-Kita spekuliert haben – und das in Zeiten voller Wartelisten. Denn der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt wollte den Kitabetrieb ursprünglich im Sommer 2018 aufnehmen.

Erst jetzt liegt jedoch die Baugenehmigung vor, sodass die Arbeiten am zweiteiligen Gebäudekomplex beginnen können. „Es gab planerische Probleme“, erklärt Erster Stadtrat Stefan Löbig auf Anfrage. Wie berichtet, soll auf dem Areal ein zweiteiliger Gebäudekomplex entstehen, in dem neben der Kita auch Wohnungen und eine Tagespflegeeinrichtung unterkommen. Doch die Genehmigung verzögerte sich, weil die beauftragten Architekten immer wieder nachbessern mussten. „Es gab einen Zehn-Punkte-Katalog abzuarbeiten“, sagt Löbig. Nach seinen Angaben bezogen sich die notwendigen Änderungen am Bauantrag nicht auf den eigentlichen Gebäudekomplex, sondern das Drumherum. So seien beispielsweise die Einfahrt zur geplanten Tiefgarage im Wurzelbereich eines Baumes geplant worden, die Parkplätze problematisch angeordnet gewesen. Solche Änderungen am Bauantrag durch die Architekten hätten Zeit gekostet. Robert M. Auer, Geschäftsführer von Domizilium, beruft sich auf die Prüfungszeiten durch die Behörden. „Es ist ein Sonderbau, da wir eine Kita und die Tagespflegeeinrichtung für Senioren bauen“, erklärt Auer.

Bilder: OP-Leser machen Kinder glücklich

Grundsätzlich sei die Bebauung Sache des Investors erklärt der Erste Stadtrat, aber in der vorgelegten Form sei der Bauantrag nicht genehmigungsfähig gewesen. „Diese neue Verzögerung ist extrem ärgerlich“, sagt Löbig. Vor allem in Hinblick auf die Kitaplätze, die zur Entspannung der Betreuungsplatzsituation in der Sterzbachstadt beitragen. Denn auch bei der Stadt melden sich immer wieder Eltern und fragen nach.Auer betont jedoch: „Von unserer Seite aus sind wir baureif.“ Domizilium führe bereits Gespräche mit Bauunternehmen. Noch im Frühjahr will der Investor mit den Erdarbeiten beginnen, die Kanäle und die Tiefgarage anlegen. Als Bauzeit sind 14 Monate veranschlagt. Auer geht daher davon aus, dass der Komplex an der Frankfurter Straße im ersten Halbjahr 2019 fertiggestellt ist. Damit müssen Eltern ein knappes Jahr länger warten, bis ihr Nachwuchs im „Mikrokosmos“ betreut werden kann.

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