Nala Vierrath belegt unter 500 Teilnehmern den zweiten Platz

Gruselgeschichte sahnt bei Schreibwettbewerb ab

Ihre Kurzgeschichte „Lady Ambrosia“ hat die Langener Schülerin Nala Vierrath in gerade mal einer Stunde geschrieben. „Packend zu lesen“, lobte die Jury.
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Ihre Kurzgeschichte „Lady Ambrosia“ hat die Langener Schülerin Nala Vierrath in gerade mal einer Stunde geschrieben. „Packend zu lesen“, lobte die Jury.

Einen zweiten Platz unter rund 500 Teilnehmern hat die Langenerin Nala Vierrath beim Schülerschreibwettbewerb „Ohne Punkt und Komma“ belegt, den das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm alljährlich ausrichtet.

Langen – Dessen Ziel ist die Förderung der Schreiblust, mitmachen dürfen Schülerinnen und Schüler im Alter von zwölf bis 15 Jahren mit eigens entworfenen Kurzgeschichten und Gedichten. Gewertet wird dabei in zwei Altersstufen, um die Chancengleichheit zu gewährleisten. Nala sicherte sich die Auszeichnung in der Gruppe der Zwölf- und 13-Jährigen.

„Meine Lust am Lesen habe ich vor vier Jahren entdeckt“, sagt Nala, „und damit auch gleich die Lust, eigene Texte zu schreiben“. Ihre Lieblingsgenres sind Fantasy und Science-Fiction. Für den Wettbewerbsbeitrag hat sie lange hin und her überlegt, was bei der Jury wohl gut ankommen könnte, sich dann aber darauf besonnen, einfach etwas zu schreiben, das ihr selbst gefällt. Dann ging alles ganz schnell. „Die Geschichte habe ich in einer Stunde fertig gehabt“, sagt die Schülerin.

Herausgekommen ist „Lady Ambrosia“ – eine spannungsgeladene, mörderische Kurzgeschichte mit Gruselelementen. „Ein kleiner, großer Thriller“, so die Jury „der packend zu lesen sowie lebendig und originell erzählt ist.“ Besonders gefallen hat den Experten, dass die Geschichte auch ohne Happy End funktioniert.

Die inzwischen 14-jährige Schülerin, die aktuell die Jahrgangsstufe neun des Dreieich-Gymnasiums besucht, wurde während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 erstmals auf den Wettbewerb aufmerksam. Da der Präsenzunterricht ausgesetzt und die digitalen Lernformen mit vielen Anfangsschwierigkeiten verbunden waren, war dies genau die richtige Beschäftigung für die leidenschaftliche Leserin und Hobby-Autorin.

Normalerweise findet die Ehrung der Preisträger vor großem Publikum im Mousonturm des Hessischen Literaturforums in Frankfurt statt. Diesmal mussten sich die Organisatoren freilich etwas Besonderes einfallen lassen, da vor dem Hintergrund der Corona-Maßnahmen an eine solche Art der Veranstaltung nicht zu denken war. Und so fand die Preisverleihung in digitaler Form statt. Als Überraschung hatten die Juroren Auszüge der Gewinnergeschichten sogar verfilmt.

Neben Geldpreisen für die insgesamt 20 Gewinner in den unterschiedlichen Kategorien und Altersklassen, wurden ihre ausgezeichneten Geschichten und Gedichte außerdem in einem Buch veröffentlicht, das unter dem Titel „Los! Die Siegertexte von Ohnepunktundkomma 2020“ im Handel erhältlich ist.  (ms)

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